Chemische Industrie: Mindestlöhne und -gehälter steigen um 2,8 %

Überzogene Arbeitgeberforderungen konnten abgewehrt werden

Wien (GdC/GPA/ÖGB) - Nicht weniger als fünf äußerst intensiver Verhandlungsrunden bedurfte es, um für die rund 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der chemischen Industrie einen akzeptablen Lohn- und Gehaltsabschluss zu erzielen: Dieser fiel mit + 2,8 % auf die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter bzw. 2,6 % auf die tatsächlichen IST-Löhne und -Gehälter (mindestens jedoch 42,50 Euro) äußerst positiv aus.++++

Den Gewerkschaften der Chemiearbeiter und der Privatangestellten gelang es damit, nicht nur die weit überzogenen Gegenforderungen der Arbeitgeber abzuwehren, sondern auch für die Betroffenen tatsächliche Reallohn- und gehaltserhöhungen zu erzielen. Der Verhandlungsführer der ArbeitnehmerInnen, Wilhelm Beck, Vorsitzender der Chemiegewerkschaft sowie Wirtschaftsbereichssekretär Roman Krenn, seitens der GPA bedauerten allerdings unisono, dass es notwendig war, im Vorfeld zu gewerkschaftlichen Maßnahmen zu greifen: "Die immer wieder gepriesene Sozialpartnerschaft kann nicht darin bestehen, Angriffe auf Kollektivverträge vermehrt zu betreiben und so zu versuchen, die Schere zwischen arm und reich immer mehr auseinanderdriften zu lassen. Erfreulicherweise hat die Arbeitgeberseite doch noch erkannt, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der chemischen Industrie ihren gerechten Lohn- und Gehaltsanteil am Unternehmenserfolg verdient haben", so Wilhelm Beck.

Auch im Rahmenrecht konnten einige von der Gewerkschaft geforderten Punkte umgesetzt werden, mit der zukünftigen Arbeitszeitgestaltung in der chemischen Industrie beschäftigt sich nunmehr eine Arbeitsgruppe.

Der neue Kollektivvertrag gilt rückwirkend mit 1. Mai für zwölf Monate.

ÖGB, 10. Mai
2006 Nr. 336

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