Gartlehner fordert verstärkte Bienenforschung!

Bienen sind leistungsfähiger Bioindikator!

Wien (SK) - "In den letzten Jahren wurden von Imkern immer wieder ungewöhnliche Veränderungen in ihren Bienenvölkern beobachtet. Es gibt Berichte von starker Unruhe und erhöhtem Schwarmtrieb, auch kam es zu unerklärlichen Zusammenbrüchen von Bienenvölkern", sagte SPÖ-Abgeordneter Kurt Gartlehner Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Diese Entwicklung sei mehr als bedenklich. In diesem Zusammenhang sei an die Warnung Albert Einsteins zu erinnern:
"Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr", stellte Gartlehner fest. ****

In der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage zu den "bedenklichen Veränderungen in Bienenvölkern" bestätigt Bundesminister Pröll meine Vermutungen in zweierlei Hinsicht: Erstens ist die Sensibilität der Bienen - zumindest im niederfrequenten Bereich - nachweisbar und zweitens wird die Rolle der Bienen als leistungsfähiger Bioindikator in Österreich zu wenig genutzt. Es wird auf diesem Gebiet zu wenig geforscht", kommentierte Gartlehner die Beantwortung seiner Anfrage betreffend bedenkliche Veränderungen im Verhalten von Bienenvölkern durch den zuständigen Minister Pröll.

"Es gibt Indizien, dass gewisse Strahlungen (Dis-) Stressoren darstellen, die negative Erscheinungen auch bei Bienen auslösen. Da die Messungen der UMTS Strahlungen schwierig zu sein scheint, sind auch in diesem Zusammenhang die Beobachtungen von Imkern relevant. Die derzeitige Forschung ist in Österreich in keiner Weise angemessen", betonte Gartlehner.

"Pröll beruft sich in seiner Anfragebeantwortung auf Forschungsarbeiten aus Deutschland und der Schweiz. In Österreich wurde bisher nur der Einfluss von nicht-ionisierender Strahlung auf die Gesundheit von Großvieh untersucht. Das wird weder der Bedeutung des Elektrosmogs gerecht noch der langen und großen Tradition der Bienenkunde in unserem Land. Österreich könnte auf dem Gebiet der Bienenforschung einen hervorragenden Beitrag leisten. Nicht zuletzt aufgrund der - noch lange nicht voll ausgeschöpften -wirtschaftlichen Bedeutung der Imkerei in unserem Land, muss man auf diesem Gebiet offensiv werden", betonte Gartlehner abschließend. (Schluss) ns/mp

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