Leitl zur "Euro-Erweiterung": Erfolgsstory der Gemeinschaftswährung schreibt sich fort

Internationale Euro-Konferenz von WKÖ und OeNB vom 10.-12. Mai in Linz - "Trotz gleichen Welthandelsanteils von EU und USA muss der Euro als Devisenreserve noch aufholen"

Wien (PWK302) - Am Vorabend der "Euro-Erweiterung" - Slowenien
wird 2007 als nächstes Land dem Euro-Club angehören, möglicherweise auch Litauen - zieht der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, anlässlich einer hochrangigen internationalen Euro-Konferenz im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft in Linz Bilanz. "Der Euro ist ein Symbol und Stimulus für die europäische Integration und hat in den vergangenen sieben Jahren auch Österreich große Vorteile gebracht. Nun schreibt sich die Erfolgsstory der Gemeinschaftswährung mit den ersten Euro-Beitritten der neuen Mitglieder weiter fort. Damit wächst der Euro-Raum an und wird langfristig weltweit an Bedeutung zunehmen", ist Leitl überzeugt.

Bislang haben die EU25 und die USA - jeweils ohne Binnenhandel -zwar bereits praktisch den gleichen Anteil am Welthandel, bei der Bedeutung des Euro als Weltwährung ortet Leitl allerdings noch deutlichen Nachholbedarf. "Hier ist der US-Dollar nach wie vor die Nummer Eins. Er wird für rund 66 % der Fremdwährungsreserven und knapp 60 % am internationalen Anleihenmarkt verwendet - verglichen mit einer 25% Euro-Verwendung als Devisenreserve und 40 % am Anleihenmarkt", berichtet Leitl. Besonders bei der Fakturierung bei Rohstoffen und im außereuropäischen Handel gebe es noch großes Verbesserungspotenzial für den Euro.

Für den europäischen Binnenmarkt sieht der WKÖ-Präsident eine Gemeinschaftswährung als natürlichen und wichtigen Bestandteil an, der die Effizienz und das Wachstum des Wirtschaftsraums fördert. Die wichtigsten Vorteile durch die Euro-Einführung aus Sicht der Wirtschaft sind:
- Der Wegfall der Wechselkursrisiken: Die Wechselkursschwankungen in Italien, Schweden und anderen europäischen Ländern führten zwischen Dez. 1994 und April 1995 zu einem negativen Effekt auf Österreichs BIP-Wachstum von 1,5 % (damals umgerechnet 2,6 Mrd Euro)
- Wegfall der Transaktionskosten: Diese betragen rund 0,8 % des BIP -für Österreich würde dies heute jährlich rund 1,9 Mrd Euro an zusätzlichen Belastungen ausmachen
- Sicherere Investitionsentscheidungen: Unternehmen können aufgrund weniger Unsicherheitsfaktoren ihre Investitionen besser planen.
- Die Preistransparenz wurde für Konsumenten und Unternehmen erhöht - Geringere Anfälligkeit gegenüber externen Schocks und Spekulationen durch die bedeutsame Größe der Eurozonen-Wirtschaft
- Leichteres Reisen ohne Währungsumtausch im gesamten Euro-Raum

An der zweitägigen internationalen Konferenz, die von WKÖ und OeNB im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft organisiert wird, nehmen u.a. der luxemburgische Premierminister Juncker, EU-Kommissar Almunia, EZB-Präsident Trichet sowie als Ratsvorsitzender Bundesminister Grasser teil. Die Themen sind die Rolle des Euro in der Welt sowie praktische Fragen der Euro-Einführung als Vorbereitungshilfe für die neuen EU-Staaten, die in den kommenden Jahren den Euro einführen werden. (Ne)

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