FPÖ: SPÖ bei Verbund-Deal umgefallen

Hofer fordert EVN, Wiener Stadtwerke und Tiwag auf, Schildbürgerstreich zu verhindern

Wien (OTS) - Nachdem sich die nach dem BAWAG-Debakel geschwächte SPÖ bereits für eine Zustimmung des Verkaufs der Verbund-Anteile an die OMV entschieden hat und damit die notwendige Zweidrittel-Mehrheit im Nationalrat ermöglich, fordert die FPÖ die Verbund-Großaktionäre EVN, Wiener Stadtwerke und Tiwag auf, diesen "Schildbürgerstreich" zu verhindern. Die Landesversorger halten mehr als 25,01 Prozent der Verbund-Aktien und können damit ein Veto im Verbund einlegen.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Der bekannt gewordene Deal hat bis dato den Börsenwert der Unternehmen um 2 Milliarden Euro vermindert, und das innerhalb von zwei Tagen. Analysten beispielsweise von der Deutschen Bank können für die Fusion ausschließlich politische Gründe ausmachen. Tatsache ist, daß auch ein Konzern bestehend aus dem bisherigen Verbund und der OMV im europäischen Umfeld nur ein kleines Unternehmen wäre und es daher nur eine Frage der Zeit wäre, bis dieser kleine Fisch von einem größerem geschluckt würde. Die Beruhigungspille der österreichischen Sperrminorität bleibt ein billiges Placebo. Es gibt keinerlei Garantien für die Nachhaltigkeit dieser Maßnahme beispielsweise im Rahmen einer zukünftig notwendigen Kapitalaufstockung."

Für die FPÖ ist kein einziges Argument erkennbar, warum der erfolgreiche Verbund seine Selbständigkeit aufgeben sollte. Hofer:
"Dieses Unternehmen hat als eigenständiger Konzern ein enormes Wachstumspotential. SPÖ und ÖVP wären gut beraten, den Deal abzublasen."

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