Lehrstellenmisere: Wiener SPÖ fordert Berufsausbildungsfonds

Wien (OTS) - Zwischen April 2000 und 2006 hat sich die Zahl der Lehrstellensuchenden in Wien von 282 auf 1.404 nahezu verfünffacht. In der Donaustadt suchten Ende April viermal so viele Jugendliche eine Lehrstelle wie vor sechs Jahren. Die Regierung sehe dieser Entwicklung rat- und tatenlos zu, kritisierten die Donaustädter SPÖ-Abgeordneten zum Nationalrat Ruth Becher und Wiener Landtag Norbert Scheed, er ist auch Vorstandsvorsitzender des Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds (waff) und designierter Bezirksvorsteher der Donaustadt, am Mittwoch im Rahmen eines Betriebsbesuches bei einem ausgezeichneten Lehrbetrieb, der Baumeister Safferthal GmbH. Gebot der Stunde müsse nun neben der bundesweiten Wiedereinführung von Lehrlingsstiftungen die Einrichtung eines Berufsausbildungsfonds sein, so Scheed.

Die beiden Donaustädter Abgeordneten treten massiv für einen Berufsausbildungsfonds ein. In diesen Fonds sollen jene Betriebe, die selbst nicht ausbilden, einen geringen Betrag einzahlen. Betriebe, die ausbilden, können damit effizient unterstützt werden. So kann auch verhindert werden, dass jene Betriebe, denen die Lehrausbildung nach wie vor ein zentrales Anliegen ist, nicht durch "Abwerber" geprellt" werden. "Ein solcher Berufsausbildungs- bzw. Lehrlingsfonds würde bis zu 8.000 zusätzliche Lehrstellen bringen", ist Becher überzeugt. Von den ausgebildeten Fachkräften profitieren schließlich auch die Betriebe, die nicht ausbilden. Scheed: "Der Berufsausbildungsfonds ist für die Betriebe gerecht, der sicherste Weg zu sicheren Lehrstellen und damit zu einer gesicherten Zukunft für unsere Jugend!"

Als beispielgebend bezeichneten Scheed und Becher Betriebe wie die Baufirma DI Safferthal GmbH., denen die Ausbildung von Jugendlichen ein echtes Anliegen ist. Das Unternehmen Baumeister DI Safferthal bildet kontinuierlich Lehrlinge aus und kooperiert eng mit der Berufsschule und hat eine 100-prozentige Abschlussquote bei der Lehrausbildung. Baumeister DI Alexander Safferthal: "Wir nehmen auch Jugendliche aus JASG-Maßnahmen (Lehrgänge nach dem Jugendausbildungssicherungsgesetz) auf, um ihnen quasi im zweiten Anlauf die Chance auf einen regulären Lehrplatz zu geben. Was für uns bei der Lehrlingsauswahl zählt, sind nicht in erster Linie die Schulnoten, sondern der persönliche Eindruck. Und damit sind wir bisher mehr als gut gefahren!" (Schluss) as

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Thomas Kluger
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Telefon: +43 (0) 1 4000 81 941
Fax:+43 (0)1 533 47 27 81 94
Mobil: +43(0)664 826 84 27
thomas.kluger@spw.at
http://www.rathausklub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0012