Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Skandale im Nacken (von Claudia Grabner)

Ausgabe 10.05.2006

Klagenfurt (OTS) - Es ist schon klar: Der Bawag-Spekulations-Penthouse-Luxusbonzen- Skandal ist ein "Gustostückerl" für 1) rot-weiß-rote Seelen, die schon immer gerne Affären breitgetreten haben, für 2) schwarze Wahlstrategen und 3) orange Schrumpftruppen. Dass man ein solches "Gottesgeschenk" nicht freiwillig ad acta legt, um sich realpolitischem Bankrott zuzuwenden, ist keine Frage der moralischen Integrität, vielmehr eine Sache politischer Intelligenz. Ergo sieht man tapfer über diverse "Heil"-Sager aus dem blauen Lager hinweg und schluckt rotzfreche Blödheiten wie etwa die Entschuldigung, dass es ja auch "Schi Heil" und "Petri Heil" heißt: Nur nicht ablenken lassen von der Stimmen, Wähler und Prozente bringenden Banken-Turbulenz! (Dass des Kanzlers Widerspruchslosigkeit zudem offensichtliches Indiz ist, dass sich Schüssel alle Optionen für diverse Koalitionsakrobatiken warmhalten will, ist eine zweite Geschichte ...)

Eisernes Wegschauen pflegen ÖVP und BZÖ in einem zweiten Skandal. Denn es IST Skandal, wenn die EU die österreichische Regierung widerlegt: Die von der Koalition ausgerufene Trendwende am Arbeitsmarkt ist NICHT in Sicht! Während EU-weit ein kräftiges Wirtschaftswachstum"zu erwarten ist, hat hierzulande Schwarz-Orange versagt: Die Arbeitslosenrate hält ungemindert auf Rekordkurs. Über DIESE Affäre zu reden - das ist offensichtlich zu heiß für Österreich.

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