Cartellverband: ÖCV sagt "Grüß Gott!"

"Heil" ist im katholischen Cartellverband keine gängige Grußformel

Wien (OTS) - Der Österreichische Cartellverband (ÖCV) distanziert sich vehement von den Aussagen des FPÖ Generalsekretärs Harald Vilimsky, wonach "Heil" auch im Cartellverband "als Gruß Gang und Gebe" sei. "Das zu behaupten ist falsch und zeigt die Dreistigkeit der FPÖ", sagt ÖCV-Präsident Markus Prantl und setzt fort: "Die FPÖ soll nicht von ihrer Gratwanderung des politisch Erträglichen ablenken, indem sie andere Vereinigungen zu vereinnahmen versucht".

Dieser Tage gedenkt der ÖCV anlässlich der 150-Jahrfeier des Cartellverbandes duzender Opfer des Nationalsozialismus in der KZ-Gedenkstätte Dachau - darunter über 25 in KZs ermordeter CVer.

Prantl erklärt, dass das Wort "Heil" in Kreisen der Studentenverbindungen seit 200 Jahren in Verwendung ist, hierbei jedoch unterschieden werden muss: Im katholischen Cartellverband wird "Heil" keineswegs als politischer Gruß gepflogen. Darum distanziere man sich auch von dem Vergleich Vilimskys. Ein "Heil für die Zukunft" in der Konnotation des FPÖ-Parteitages hat mit dem parteipolitisch ungebundenen Cartellverband überhaupt nichts zu tun. "Schon gar nichts mit dem von Walter Sucher "als alten deutschen Gruß bezeichneten "Heil". Eine solche Aussage innerhalb des ÖCV zu tätigen ist absolut unvorstellbar", schließt der Präsident des größten Studenten und Absolventenverbandes des Landes.

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