Preineder: Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie machbar

"Tag der offenen Tür" auf energieautarkem Bauernhof

Wien (AIZ) - "Die Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie muss
kein Wunschdenken bleiben. Pionierhafte Aktivitäten im ganzen Land beweisen, dass dieser Weg der stärkeren Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern durchaus möglich und gangbar ist", stellte Martin Preineder, Obmann des Energie-Ausschusses der Landwirtschaftskammer Österreich, beim Besuch des energieautarken Bauernhofs der Familie Löser in Streitdorf, Niederösterreich, fest. Gleichzeitig bedauerte Preineder die im neuen Entwurf des Ökostromgesetzes geplante Förderung von Gaskraftwerken für die Stromversorgung. Über EUR 100 Mio. seien der hohe Preis, den die SPÖ für die Fortsetzung des gesicherten Ausbaus der Ökostromanlagen verlange.

Beim "Tag der offenen Tür" am energieautarken Bauernhof konnte die Streitdorfer Familie Löser am vergangenen Samstag zeigen, dass es ohne weiteres möglich ist, einen bäuerlichen Betrieb mit Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit Energie für Wärme, Treibstoff und Strom selbst zu versorgen. Die Wärme für den Betrieb Löser stammt aus der Hackschnitzelanlage, der Strom aus der Fotovoltaik und aus Windrad-Beteiligungen und der Treibstoff aus der Pflanzenölpresse, gespeist von Sonnenblumen und Leindotter von den eigenen Feldern. Wie gering der Aufwand für die autarke Energieversorgung ist, zeigt das Beispiel eines mit Pflanzenöl betriebenen Motors eines Klein-PKWs. Bereits die beim Betrieb des Motors erzeugte Abwärme reicht aus, ein ganzes Einfamilienhaus mit Wärme zu versorgen.

"Der Familie Löser kann man gar nicht genug für ihr gelebtes Beispiel danken. Angesichts der hohen Abhängigkeit unseres Landes von Öl und Gas im Bereich der Treibstoffe und der Wärme- und Energieversorgung ist Österreich zu wünschen, dass viele derartig erfolgreiche Initiativen in allen Teilen des Landes gesetzt werden", betonte Preineder.
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