Grossmann/Broukal: Gehrer lässt Grazer StudentInnen im Stich

26.778 Euro als Akuthilfe abgelehnt

Wien (SK) - Ministerin Gehrer ließ heute erneut Studierende im Stich und lehnte im Wissenschaftsausschuss eine dringend notwendige "Akuthilfe" für Grazer StudentInnen ab. "Damit erteilte sie diesen Studierenden erneut eine Abfuhr", kritisierten SPÖ-Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann und SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Dass es in Österreichs Universitäten an allen Ecken und Enden kracht, sei eine Tatsache. Die besonders prekäre Situation am Pädagogischen Institut in Graz hat die StudentInnen bereits mehrmals zu Protestmaßnahmen veranlasst. Die Zahlen sprechen für sich: 1.771 Studierende stehen 6 ProfessorInnen gegenüber. Das bedeutet einen Betreuungsschlüssel von 1 zu 295, betonten Broukal und Grossmann.

Von 339 StudienanfängerInnen finden nur 60 einen Seminarplatz, die Wartelisten verlängern sich von Semester zu Semester. Das Angebot an Lehrveranstaltungen ist unzureichend und verordnet vielen Studierenden eine "Zwangspause", in der sie zwar Studiengebühren bezahlen müssen, aber ihr Studium nicht fortsetzen können. Zu allem Überfluss verlieren viele von ihnen auch noch den Anspruch auf Familien- und Studienbeihilfe, kritisierten die SPÖ-Abgeordneten.

Nachdem der von der SPÖ eingebrachte Antrag für ein sogenanntes Verordnungssemester, durch das die Ansprüche der Studierenden gesichert werden könnten, abgelehnt wurde, erfolgte im heutigen Wissenschaftsausschuss die zweite Abfuhr: Jene zur Finanzierung der wichtigsten Lehrveranstaltungen notwendigen 26.778 Euro, werden von der Ministerin nicht bereitgestellt. "Damit ist einmal mehr dokumentiert, wie egal der ÖVP junge Menschen und ihre Zukunftsperspektiven sind", schlossen die Grossmann und Broukal. (Schluss) cs/mp

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