Vom Sorgenkind zum Musterschüler - Biomilch aus Oberösterreich boomt wie nie zuvor!

Schon jetzt steht fest: 2006 wird das Jahr der oberösterreichischen Biomilch. Das Qualitätsprodukt der 1.107 Bio-Milchlieferanten ist im In- und Ausland heiß begehrt.

Linz (OTS) - In den vergangenen Jahren fielen die Zuwächse am österreichischen und somit auch am oberösterreichischen Bio-Milchmarkt eher bescheiden aus. Die Produktion der Biobäuerinnen und Biobauern übertraf die Konsumentennachfrage - für rund ein 1/3 der Biomilch wurden lediglich konventionelle Erzeugerpreise bezahlt. Dieses Szenarium gehört nun der Vergangenheit an - seit Jahresbeginn 2006 ist Biomilch eine heiße Aktie auf dem nationalen und internationalen Bio-Milchmarkt. Und Oberösterreichs 1.107 Bio-Milchproduzenten können aufatmen: Molkereien konkurrieren um die 66 Millionen Liter Bio-Milch (8% der gesamten österreichischen Milchproduktion) und erhöhen die Zuschläge für Bio-Milch.
Martin Tragler, Biobauer und Obmann von BIO AUSTRIA Oberösterreich, sieht in der äußerst positiven Marktentwicklung die Chance auf eine faire Preisgestaltung am Bio-Milchsektor: "Durch die ständig steigende Konsumentennachfrage ist es uns endlich gelungen, von den Molkereien bessere Zuschläge für biologisch erzeugte Milch zu erzielen. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung faire Preisgestaltung - denn die Mehrleistungen der Biobäuerinnen und Biobauern bei der biologischen Milchproduktion wie Gentechnikfreiheit und artgerechte Tierhaltung verdienen eine entsprechende Honorierung."

Diskonter lösen Boom bei Bio-Milch aus

Zu Jahresbeginn 2006 stieg der Diskonter Hofer in den Biomilch-Bereich ein und löste damit eine starke Dynamik am österreichischen Bio-Milchmarkt aus. Was lange Zeit am Wunschzettel der Biobäuerinnen und Biobauern stand und bei Wirtschaftsprognostikern höchsten Kopfschütteln auslöste, wurde nun Realität: Die Biomilch entwickelte sich binnen weniger Monate zum Liebling der Diskonter-Kunden und der heimische Bio-Milchmarkt befindet sich akribisch auf die Suche nach neuen Lieferanten.
Auch Ing. Herbert Altendorfer, Direktor der Landfrisch Molkerei mit Sitz in Wels ortet eine starke Bewegung am heimischen Bio-Milchmarkt:
"Der Bio-Milchabsatz wird sich längerfristig auf dem derzeit sehr hohen Niveau einpendeln. Denn neben dem Engagement der Diskonter steigt auch die Nachfrage im gesamten Lebensmittelhandel."
Ein Trend, der sich auch bei Deutschen Supermärkten und Diskontern durchsetzte und mit ein Grund ist, dass sich Österreichs Bio-Milch einer starken Nachfrage erfreut. Oberösterreichs Molkereien haben diese Chance erkannt und zählen heute Deutsche Diskonter zu ihren Kunden - so gewann beispielsweise die Bergland Milch mit Lidl und Aldi große Filialisten als neue Abnehmer.

Erster Schritt zu fairen Preisen - Molkereien erhöhen Biomilch-Zuschläge

Oberösterreichs Biobäuerinnen und Biobauern erwarten sich von der positiven Marktentwicklung eine spürbare Bewegung bei den Bio-Zuschlägen für ihre Qualitätsmilch. So auch Franz Garstenauer, der in Aschach an der Steyr seinen Milchviehbetrieb biologisch bewirtschaftet: "Wir hoffen, dass durch die gute Marktlage auch unsere Mehrleistungen bei der Haltung der Bio-Milchkühe wie die absolute Gentechnikfreiheit und biologische Fütterung sowie der regelmäßige Auslauf ins Freie besser abgegolten werden." Tatsächlich sind die Zuschläge für biologisch erzeugte Milch von Molkerei zu Molkerei sehr verschieden: Lag der durchschnittliche Zuschlag für Biomilch im Jahr 2005 noch bei 3,6 Cent ohne Steuer, so zahlen seit April 2006 die Molkereien Landfrisch und Lembach ihren Bio-Lieferanten für Bio-Milch der 1. Qualität bereits 5,45 Cent Bio-Zuschlag.
Ebenso honoriert die Freistädter Molkerei die hochwertige Qualität ihrer Biolieferanten mit zusätzlichen 2 Cent, was einen aktuellen Bio-Zuschlag von 5,- Cent ausmacht.
Der Hartkäserzeuger Höflmaier reagierte auf die veränderte Marktlage mit einer Erhöhung von 1,4 Cent und liegt nun bei 5,85 Cent Bio-Zuschlag.

Bio-Sammelrouten werden ausgebaut

Neben der erfreulichen Entwicklung auf der Bio-Preisebene gibt vor allem die Sammelmenge von Biomilch den Biobäuerinnen und Biobauern Anlass zur Freude. So hat beispielsweise die Molkerei Seifried Bio-Milchbetriebe aus dem oö. Seengebiet in ihre erweiterte Sammelroute aufgenommen und als neue Lieferanten gewonnen. Die Molkerei Freistadt hat ihre Sammelmenge mehr als verdoppelt -Bergland steht diesem Trend um nichts nach. Die Schlierbacher Klosterkäserei konnte die Biomenge aus dem Berggebiet aufstocken. Hält dieser erfreuliche Trend an, wird schon bald jeder oberösterreichische Biobetrieb seine Milch auf den Biomarkt unterbringen können.

BIO AUSTRIA Oberösterreich lädt zum großen Biokäsefest in das Stift Schlierbach

Biomilch ist die hochqualitative Basis für biologischen Käse. BIO AUSTRIA Oberösterreich stellt Bio-Käsespezialitäten von renommierten Käsereien und erfolgreichen bäuerlichen Direktvermartern in den Mittelpunkt eines großen Biokäsefestes im oberösterreichischen Stift Schlierbach. Am 20. und 21. Mai können ein ganzes Wochenende lang Österreichs beste Bio-Käse und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm genossen werden.

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