Gestaltungswettbewerb für Lärmschutz auf der A 10 Tauernautobahn abgeschlossen

Mainoni. "Realisierung sieht natürliche Einbindung in Landschaft und Umwelt vor"

Salzburg (OTS) - Im Zuge der Errichtung der 2. Röhren für Tauern-und Katschbergtunnel (A 10) wird auch ein umfangreiches Umweltentlastungsmaßnahmenpaket entlang zehn Gemeinden in Salzburg und Kärnten realisiert. Für die Gestaltung der Lärmschutzeinrichtungen hat die ASFINAG einen internationalen Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Die 22 ausgewählten Teams hatten die Aufgabe, das Design der Lärmschutzwände zu bearbeiten. Eine 12-köpfige Jury unter der Leitung der bekannten Schweizer Architektin Flora Ruchat-Roncati wählte einstimmig das Projekt des Teams Bramberger Architects / Graber-Szyskowitz ZT GmbH, Graz zum Sieger. Der 2. Preis ging an die Büro Architektur Consult ZT / DI Martin Wakonig, Graz / Wien in Kooperation mit Spirk Partner, Salzburg, der 3. Preis an das Wiener Architekturbüro DI Andreas Treusch. Sämtliche Projekte werden von 9. bis 18. Mai 2006 im Geschäftslokal der Architektenkammer Salzburg, Gebirgsjägerplatz, ausgestellt.

Verkehrsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni: "Die Realisierung der Siegervorschläge sieht eine möglichst natürliche Einbindung der Lärmschutzwände und -wälle in die Landschaft vor. Um eine breite Zustimmung zu erhalten, wurden sowohl die Naturschutzbeauftragten der Länder Salzburg und Kärnten als auch Bürgermeister anrainender Gemeinden in die Jury aufgenommen." ASFINAG Vorstandsdirektor DI Franz Lückler: "Wir verfolgen damit konsequent unsere Strategie, die im Sinne des Umweltschutzes notwendigen Maßnahmen gestalterisch schonend in die Landschaft zu integrieren. Die Aufgabenstellung der eingeladenen Teams war sowohl eine ASFINAG-Linie zu entwickeln, als auch die einzelnen Landschaften entlang der A 10 in der Gestaltung zu berücksichtigen. Die Vorschläge des Siegerteams Bramberger Architects / Graber-Szyskowitz ZT GmbH, Graz sehen eine ökologisch nachhaltige und mit hohem Wirkungsgrad versehene Umsetzung der Lärmschutzmaßnahmen vor."

Die einstimmige Entscheidung für die Vorschläge des 1. Preisträgers ist die Basis für eine rasche und unbürokratische Realisierung der Lärmschutzprojekte.

Transparenz und Durchblick

Dem unterschiedlichen Landschaftsbild entlang der A 10 im Pongau, Lungau und im Kärntner Liesertal entsprechend werden die Lärmschutzmaßnahmen regionaltypisch gestaltet.

Im Pongau sind transparente Flächen im mittleren Bereich zur Aussicht auf die bewaldeten Hänge und Skipisten situiert. Im Mittelstreifenbereich sind begrünte Steilwälle mit teilweise aufgesetzten Lärmschutzwänden aus Thermoholz geplant.

Das enge Zederhaustal im Lungau ist bestimmt vom Bergpanorama des Tauernmassivs. Hier sind die Glaselemente am oberen Rand der Lärmschutzwand angeordnet und geben den Blick auf die Tauerngipfel frei.

Im Liesertal wiederum dominieren Brückenkonstruktionen und Talübergänge. Diese Brückenkonstruktionen werden als Ingenieurbauwerk thematisiert und erhalten ein weiteres technisches Equipment in Form von Lärmschutzwänden aus Aluminiumpaneelen. Die Sichtstreifen im mittleren Bereich der Lärmschutzwand bieten einen weiten Blick auf die gegenüberliegenden Wiesenhänge mit verstreuten Gehöften.

Insgesamt sollen in einem ersten Block rd. 50.000 m2 Lärmschutzwände mit einer Höhe von 4 bis 5,5 m gestaltet werden. Die Planungen dafür beginnen in den nächsten Wochen, die Errichtung ist ab dem Frühjahr 2007 geplant, beginnend im Abschnitt Flachau Winkel. Der Endausbau soll bis 2015 abgeschlossen sein.

Die Gesamtkosten für das Umweltentlastungsmaßnahmenpaket inkl. Lärmschutz und künstlerische Gestaltung betragen netto ca. Euro 300 Mio. Die Finanzierung erfolgt ausschliessliche durch die Einnahmen der ASFINAG aus Maut, Vignette und Lkw-Road-Pricing.

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Mag. Anita Oberholzer, ASFINAG Pressesprecherin
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