VP-Korosec: Brauner informiert Wiener Landtag zur Dialyseversorgung falsch

Noch immer Dialyse während Nachtstunden in Wiener Spitälern

Wien (VP-Klub) - "Es ist untragbar, dass Menschen in der Stadt
Wien noch immer zu einer vierten Schicht, zwischen 1 und 6 Uhr nachts, zur lebensnotwenigen Dialyse ins AKH kommen müssen. Glaubt man der SP-Gesundheitsstadträtin Brauner und ihrer Vorgängerin Pittermann, ist alles bestens und wird ständig besser. Sieht man aber die Tatsachen und spricht mit den Menschen, weiß man, dass sich so gut wie nichts geändert hat", kritisiert die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, die Untätigkeit der Gesundheitsstadträtin auch in Sachen Dialyseversorgung.

15. Dezember 2005 im Wiener Landtag: Brauner berichtet von Einstellung der vierten Dialyseschicht

"In der Landtagssitzung am 15. Dezember 2005 erklärte die zuständige Stadträtin Brauner anlässlich des Berichtes des Patientenanwalts, der unter anderem die Dialyseversorgung und die vierte Schicht in den Wiener Gemeindespitälern kritisiert, dass es ausschließlich drei Schichten zur Dialyseversorgung gäbe. Ob es nun Unwissenheit der Gesundheitsstadträtin oder Falschinformation seitens des AKH Wien war, bleibt ungewiss, es unterstreicht aber wieder einmal das herrschende Chaos im Gesundheits- und Sozialbereich der Stadt Wien unter Brauner", so Korosec.

"Der ärztliche Direktor des AKH Wien, Dr. Reinhard Krepler, sollte sich vehement für den seit Jahren versprochenen Neubau der Dialysestation einsetzen", fordert Korosec. Ehe es nicht zu einer für ’normale’ Patienten zufrieden stellenden Situation im AKH kommt, darf kein weiterer Gedanken mehr an Super-Privatspitäler im AKH verschwendet werden.

Monopolstellung des KAV bei Dialyseversorgung muss überdacht werden

"In jedem für die Verantwortlichen wichtigen Medium - damit meine ich beispielsweise Berichte des Kontrollamts, der Patientenanwaltschaft und der Volksanwaltschaft - wird die aktuelle Situation der Dialyseversorgung in Wien seit Jahren kritisiert und der rasche Ausbau gefordert. Erst Ende März kündigte die Weltmeisterin der Ankündigungspolitik ein neues Dialysezentrum beim SMZ-Ost an. Die Dialyseplätze werden aber erst 2009 zur Verfügung stehen", kritisiert die VP-Gesundheitssprecherin. Warum die Stadträtin im lebensnotwendigen Bereich der Dialyseversorgung zur Gänze auf private Anbieter verzichtet, ist aufgrund der prekären Versorgungssituation unverständlich. Zumal in vielen Bundesländern, beispielsweise Steiermark und Kärnten, private Dialyseeinrichtungen einen Großteil der Versorgung zur Zufriedenheit aller Beteiligten abdecken. "Diese Monopolstellung des KAV zu Lasten der PatientInnen muss endlich aufgegeben werden", fordert Korosec.

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