Stark: Schluß mit der sinnlosen KMU-Werbekampagne Wirtschaftskammer

Senkung der Kammerumlage wäre sinnvolle Unterstützung

Wien, 09-05-2006 (fpd) - Ein Ende der derzeit laufenden Werbekampagne für die KMU forderte heute LAbg GR Rudolf Stark. Die derzeit laufende Kampagne sei nichts anderes als eine massive Geldvernichtungsaktion, die den vielen kleinen- und mittleren Unternehmen überhaupt nichts bringe. Einmal mehr täusche die Wirtschaftskammer Aktivität und Geschäftigkeit vor. Wirklichen Nutzen bringe diese Werbeaktion indes maximal der ausführenden Werbeagentur, so Stark.

Die wahren Probleme werden einmal mehr nicht angesprochen. Eines der Hauptprobleme der KMU ist die viel zu geringe Eigenkapitalleistung. Mehr als die Hälfte der Kleinbetriebe mit 1-9 Dienstnehmern verfüge über Negativkapital, bei den Betrieben mit 10-49 Beschäftigten verfügen rund 35% über negatives Kapital. Unterm Strich bedeute dies nichts anderes, als daß 88% dieser Betriebe überschuldet bzw. Krisenbetriebe sind. Eine Unterstützung der Wirtschaftskammer für die Betroffenen wäre wünschenswert - mit der aktuellen Werbekampagne werde dies jedoch nicht zu schaffen sein.

Die FPÖ fordere, so Stark, seit Jahren eine massive und spürbare Senkung der Kammerumlage, weil dadurch gewährleistet sei, daß die Gelder dort bleiben, wo sie am dringendsten benötigt werden nämlich im Betrieb selbst. Während die Herrschaften der Wirtschaftskammer in ihren Glaspalästen hofhalten, gehen in Wien die KMU langsam aber sicher vor die Hunde. Seit Jahren warnt der KSV davor, daß die Firmenpleiten massiv steigen.

An dieser mißlichen Lage der KMU könne jedoch die Werbeaktion der Wirtschaftskammer nichts ändern. Die Stadt Wien könnte mit einer entsprechenden Dotierung der Wirtschaftsförderung dieser Entwicklung Einhalt gebieten. Weiters ist die Wirtschaftskammer dringend aufgerufen, auf die ihr politisch nahe stehende Bundesregierung einzuwirken, um steuerliche Anreize für genau diese Unternehmen zu schaffen. Leider stellt sich jedoch die WKÖ genau auf diesem Ohr taub, so Stark abschließend. (Schluß) jen

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