Hundstorfer: Lob für scheidenden Nürnberger, gemeinsam an starkem ÖGB bauen

Nürnberger: SPÖ darf nicht länger in Opposition sein!

Wien (FSG-GMTN) - Im Zuge der Fusion von Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss (ANG) und Gewerkschaft Metall - Textil (GMT) hielten am Montag die Fraktionen ihre Vorberatungen ab. Bei der gemeinsamen Konferenz der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in ANG und GMT sprachen Rudolf Hundstorfer, gf. Präsident des ÖGB, und Dr. Alfred Gusenbauer, Bundesparteivorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) zu den Delegierten.++++

"Der Nationalrat hat heute einen einstimmigen Beschluss gefasst, der es der BAWAG P.S.K. ermöglicht, in ruhigeres Fahrwasser zu kommen", sagte Rudolf Hundstorfer, gf. Präsident des ÖGB zu Beginn der FSG Konferenz von ANG und GMT. Die neue ÖGB Führung werde alle nötigen Konsequenzen aus den Vorfällen in der BAWAG P.S.K. ziehen, so Hundstorfer weiter. "Wir werden außerdem alle gemeinsam daran arbeiten, den ÖGB wieder so aufzustellen, dass wir eine starke Vertretung für die ArbeitnehmerInnen im Land bleiben. Wir werden außerdem im dafür sorgen, dass in der nächsten Bundesregierung die Interessen der ArbeitnehmerInnen wieder den Stellenwert haben, der ihnen in den vergangenen sechs Jahren in vielen Bereichen gefehlt hat." Am Ende seines Beitrages bedankte sich der gf. ÖGB Präsident bei Rudolf Nürnberger "für alles, was du für den ÖGB, deine Gewerkschaft Metall - Textil und die FSG in den Jahrzehnten deines Wirkens getan hast."

Auch SPÖ Vorsitzender Gusenbauer bedankte sich beim scheidenden GMT-Vorsitzenden und FSG-Bundesvorsitzenden Rudolf Nürnberger. "Du warst der Inbegriff eines guten Gewerkschafters und eines guten ArbeitnehmeInnenvertreters in den vergangen Jahrzehnten." Zum Beschluss des Nationalrates zur Sicherung der BAWAG P.S.K. sagte Gusenbauer, "dieser Tag im Parlament war alles andere als leicht." Gusenbauer verurteilte erneut die Vorfälle in der Bank, die zur jetzigen Situation geführt haben. Er kritisierte aber gleichzeitig das Verhalten mancher Vertreter der ÖVP: "Wir haben heute im Parlament einen Vorgeschmack auf die Wahlkampfagitation der ÖVP bekommen. Die SPÖ wird nicht aufhören, die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land zu vertreten, weil sie es dringend brauchen. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass es die schwarze Übermacht im Land nach den nächsten Wahlen nicht mehr gibt."

Rudolf Nürnberger richtete zu seinem Abschied einen Appell an die Delegierten: "Ich möchte nicht auf ewig einer Partei angehören, die in Opposition ist. Ich bitte euch daher, alles daran zu setzen, dass wir am Abend des Wahltages sagen können, die Sozialdemokratie ist die stärkste Kraft im Land, es kann keine Regierung ohne die SPÖ geben und der nächste Kanzler am Ballhausplatz heißt Alfred Gusenbauer -darum bitte ich euch!"

FSG GMTN Präsidium gewählt

Die Delegierten der FSG beschlossen das neue Fraktionsstatut und wählten ein neues Präsidium für die FSG GMTN. Walter Rotschädl, bisher Vorsitzender der FSG GMT, wurde von den Delegierten zum Vorsitzenden der FSG GMTN gewählt, seine StellvertreterInnen sind Harald Ettl, Erich Foglar, Josef Kronister, Erika Nussgraber-Schnabl, Erwin Straussberger, Josef Utzig und Rainer Wimmer. Fraktionssekretär ist Franz Riepl.

Aktuelle Informationen

Unter der Webadresse www.gewerkschaftstag.at finden Sie Informationen rund um den Gewerkschaftstag. Ab 9. Mai, mittags, wird der Gewerkschaftstag live im Web übertragen, Reden stehen auch später noch als Audio Files zur Verfügung. Ab 9. Mai geht die neue Webadresse www.gmtn.at online. Fotos in druckfähiger Qualität können Sie in der Presseabteilung von GMT/ANG bestellen. An den

Konferenztagen steht im ACV im Raum A 441, Ebene 2, ein Pressezentrum zur Verfügung. FSG, 9. Mai 2006 Nr. 32

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