Kritik der Patientenanwälte an Verordnung für Qualitätssicherung

Österreichische Ärztekammer trägt Ergebnisqualität keine Rechnung

Wien (OTS) - Die ARGE der Patientenanwälte hat sich anlässlich der Tagung in Bregenz am 27. April 2006 mit der Umsetzung der Patientencharta in den Bundesländern, mit den Themen Patientenverfügung und Patientensicherheit sowie der Thematik Qualität und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen befasst.

Ein besonderer Schwerpunkt war die Erörterung und Diskussion der Verordnung für Qualitätssicherung im niedergelassenen Bereich der Ärzte. In dieser Hinsicht stellt die ARGE der Patientenanwälte mit Bedauern fest, dass dem für die Patienten so wichtigen Bereich der Ergebnisqualität in der Verordnung für Qualitätssicherung der Österreichischen Ärztekammer keine Rechnung getragen wurde.

Der Versuch mit Selbstevaluierungsbögen die Qualität im niedergelassenen Bereich zu messen ist so lange zum Scheitern verurteilt, als die Fragen suggestiv und inhaltsleer gestellt werden (der gesamte Fragebogen ist abrufbar unter www.oeqmed.at).

Etwa die Frage, ob grundlegenden Fortbildungserfordernissen entsprochen wird (Bilden Sie sich entsprechend dem Ärztegesetz fort? Mögliche Antworten: "Ja/Nein [Mangel]"), ist angesichts der Zielvorstellung der Verordnung nicht annähernd ausreichend.

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NÖ-Patientenanwalt
Dr. Gerald Bachinger
Tel.: 02742 /9005-15635

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