Gorbach zu Gusenbauer: Wem das Wasser bis zum Hals steht...

...der sollte keine Wellen schlagen

Wien (OTS) - "Die Reform des ÖGB in der heutigen Form ist mehr als fällig, geradezu überfällig und zwar nicht nur als Kosmetik, sondern sehr grundsätzlich. Eine Gewerkschaftsvertretung, die sich überparteilich nennt, darf zudem nicht wie eine Vorfeldorganisation der SPÖ nach außen auftreten, so wie es der ÖGB in den letzten Jahrzehnten praktiziert hat". Diese Worte stammen aus dem Munde Hubert Gorbachs - und zwar vom September 2001. Gusenbauer kristisierte Gorbach daraufhin in der "Zeit im Bild" scharf und wies dessen Analyse des ÖGB "striktest zurück": "Die Aussagen Gorbachs sind in der Tat demokratiegefährdend". Wie wir heute alle wissen: sie sind es nicht. Sie sind heute gültiger denn je.*****

Als "jenseitig präpotent" bezeichnete der geschäftsführende BZÖ-Obmann Hubert Gorbach den Auftritt Gusenbauers in der heutigen Pressestunde zum Thema ÖGB-Bawag. Zu behaupten, die von der Bundesregierung zugesicherte 900-Millionen-Haftung für ÖGB-Vermögen sei eine Selbstverständlichkeit, sei "ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler". Gusenbauer trage seine wirtschaftliche Inkompetenz vor sich her "wie ein Bischof die Monstranz" und vermittle ein "nahezu physisches Unrechtsbewusstsein". Jeder mediale Auftritt von ihm zum Thema ÖGB-Bawag sei wie ein "Mahnmal des Uralt-Sozialismus".

Auch Gusenbauers Kritik an der Bundesregierung bezüglich des "Getöses" rund um die Rettungsaktion der Bawag stieß bei BZÖ-Chef Gorbach auf Widerspruch: "Dieses "Getöse", wie es der Herr Vorsitzende empört nennt, ist das unverhinderliche Begleitgeräusch des größten Skandals in der Geschichte der Zweiten Republik, verursacht durch die Geldgier einiger Salonsozialisten und eine unerreicht naive ÖGB-Führung - und nicht etwa durch die PR der Bundesregierung."

Schließlich meinte Gorbach, Gusenbauer solle sich in "stiller Demut üben" und - wenn man ihm schon dabei zur Hand geht - lieber alles daran setzen, den eigenen Stall auszumisten, denn: "Wem das Wasser bis zum Hals steht, der sollte keine Wellen schlagen." (Schluss)

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