donaufestival 06 - Resüme

Gestern Nacht ist das donaufestival 06 überaus erfreulich zu Ende gegangen.

Wien (OTS) - "Ein Festival wie das donaufestival, das vor rund 18 Jahren als großes, breites und auch staatlich, wie kommunal repräsentatives Festival angelegt war, in einer weitaus kleineren Form rein zeitgenössisch neu zu positionieren, war im Jahr 2005 sowohl für mich als Programmverantwortlichen wie auch für das größtenteils neue Team des Festivals eine Herausforderung. Neben einer neuen inhaltlichen Ausrichtung, die sich der Verschränkung von Performance-Kunst und avancierten Musikformen und -inhalten von Klangkunst bis hin zu Musik mit Popappeal verschrieben hat, waren auch die neue Form der geballten Wochenenden und eine neue Marketing-und Kommunikationsstrategie große organisatorische Aufgaben. Bereits im ersten Jahr der Neupositionierung konnte ein wesentlicher Publikumswechsel hin zu einem überwiegend jungen Publikum vollzogen werden. Mit rund 6.000 BesucherInnen ist bereits in unserer ersten Spielzeit 2005, so denke ich, der beabsichtigte Wandel gelungen. Das Besucherergebnis 2006 (rund 10.160 BesucherInnen) bedeutet im Vergleich zu 2005 eine Steigerung um fast 70% und gibt mir, der ich ja nicht gerade aus der Quotenecke komme, Recht, dass das neue Konzept auch tatsächlich angenommen wird und durchaus ausbaufähig ist.
In meinen ersten beiden Jahren beim donaufestival habe ich die - doch nicht immer selbstverständliche - Erfahrung gemacht, dass seitens der Geldgeber keinerlei Einfluss auf ein Programm genommen wird, das inhaltlich und thematisch oft nicht leicht, sondern sehr brisant ist. Für die Gewährung dieses Freiraums und die materielle Ermöglichung dieses neuen donaufestival danken wir allen unseren Förderern, Sponsoren und Partnern."
Tomas Zierhofer-Kin

2006 hat sich die Dichte der performativen Produktionen enorm erhöht. Sie wurden inhaltlich wie logistisch weit enger mit dem Musikprogramm verbunden. Die musikalische Programmdramaturgie verschrieb sich einer genreübergreifenden Programmierung, die bewusst auf starke Kontraste und Brüche gesetzt hat, und so ein neues Hören propagiert hat.

Thematische Stränge wie die Durchleuchtung der Formate "Band" und "Song" als künstlerische Ausdrucksmittel jenseits des Bedienens von Pop-Marketing-Phänomenen, Massenmedien und Real-Time-Film als Performance-Elemente, Queer und Transgender, Staatlichkeit und Anarchie u.a. zogen sich durch die Programmatik der drei Wochenenden. Dabei wurde klar, dass ein neues Publikum für die Performance-Produktionen existiert, das weniger im Bereich des konventionellen Theaters als vielmehr in einem popkulturell sozialisierten Umfeld zu finden ist.

Musikalische Auftrags- und Eigenproduktionen wie zum Beispiel das Projekt "Sound Body" von David Toop oder die Mike Patton Nacht werden auch in Zukunft wesentliche identitätsstiftende Merkmale des donaufestival sein. Ein besonderer Versuch geriet zu einem unglaublichen Erfolg: Unter dem Titel "Krems schläft nicht!" wurden zum Abschluss der Kremser Spieltage sämtliche Spielstätten des Festivals inklusive einiger Kremser Clubs Bühne für alle vom donaufestival repräsentierten Medien zwischen Performance, Klangkunst, experimenteller Elektronik, avanciertem Rock, Pop und HipHop.

Rückfragen & Kontakt:

Nö-Festival Ges.m.b. H.
Mag. Barbara Pluch
Presse/Öffentlichkeitsarbeit
Körnermarkt 13, A-3500 Krems
Tel.: +43/ (0) 2732/ 90 80 30 88
Mobil: +43/ (0) 676 880 10 388
pluch@noe-festival.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001