Gewalt in Schulen: Niederwieser - Politik muss Jugend Chancen bieten

SPÖ wirft Regierung und Gehrer Versäumnisse vor

Wien (SK) - "Die Politik muss sich offensiv und mutig der Frage stellen, was sie gegen Gewalt in Schulen unternehmen kann. Elisabeth Gehrer muss ihre Rolle als Bildungsministerin wahrnehmen und sich darauf konzentrieren, was Schule leisten kann, um Spannungen und Gewalt zu verhindern. Genau in diesem Zusammenhang muss sich Gehrer den Vorwurf gefallen lassen, dass sie zu wenig für die schwächeren Schüler getan hat. Der Regierung insgesamt ist vorzuwerfen, dass sie der Jugend keine ausreichenden Perspektiven bietet", so SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Niederwieser begrüßt einen "sensiblen Umgang" mit dem Thema, Tatsache sei aber, dass Gehrer die Förderung der schwächeren Schüler schwer vernachlässigt habe. Nun versuche die Ministerin, die Verantwortung auf die Eltern abzuschieben beziehungsweise ganz unbestimmt auf "die Gesellschaft". Unter Experten unumstritten sei aber, dass kleinere Klassen, mehr Zeit für die einzelnen Schüler, gute Betreuung der Kinder auch am Nachmittag und ein qualitativ hochwertiger Unterricht für alle Kinder - egal, was die Eltern verdienen -, wesentlich zu einem guten Klima, besseren Leistungen und damit zu mehr Perspektiven für die Jungen beitragen würden.

"Selbstverständlich handelt es sich beim Gewaltthema auch um ein gesellschaftliches Problem, dem sich sämtliche Verantwortliche stellen müssen. Die Politik hat es aber in der Hand, den jungen Menschen Perspektiven zu bieten", so Niederwieser. Die Regierung habe in der Beschäftigungspolitik versagt - "60.000 Jugendliche ohne Job sind sozialer Sprengstoff". Für den SPÖ-Bildungssprecher ist es auch ein schweres Versagen, dass die Regierung auf die Tatsache, dass einer von fünf Jugendlichen unzureichend auf das Berufsleben vorbereitet ist - dies habe PISA ergeben - nicht adäquat reagiert. Die Regierung und die Bildungsministerin hätten aber nicht nur keine Antworten, sie würden die Situation durch ihre massiven Kürzungen im Bildungsbereich auch noch verschärfen: 5.000 Lehrer-Posten wurden von dieser Regierung gekürzt, 120.000 Unterrichtsstunden gestrichen. Dies gehe, so Niederwieser, zu einem guten Teil zu Lasten der schwächeren Schüler und vermindere deren Zukunftschancen gewaltig. (Schluss) cs

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