ASFINAG: Verkehrsbeeinflussungssystem auf der A 10 läuft erfolgreich

Lückenlose Dokumentation zum Pilotversuch "Flexibles Tempolimit"

Wien (OTS) - Das 12 km lange Teilstück auf der A10 Tauern Autobahn zwischen Spittal-Ost und Paternion, auf dem seit 2. Mai der Pilotversuch des Bundesministeriums für Verkehrs, Innovation und Technologie (BMVIT) "Flexibilisierung des Tempolimits" läuft, zählt gegenwärtig zu den mit Verkehrsdaten best dokumentierten Abschnitten in Österreichs hochrangigem Straßennetz. Das zeigen die Protokolle der ASFINAG Verkehrsmanagement- und -informationszentrale in Wien-Inzersdorf, wo die Daten in Echtzeit erfasst und die höchst zulässigen Geschwindigkeiten an die Verkehrsbelastung sowie an die Umfeldbedingungen angepasst werden.

Am 3. Mai zum Beispiel konnte in Fahrtrichtung Salzburg während insgesamt 8 Stunden 32 Minuten, in Richtung Villach für 6 Stunden 13 Minuten 160 km/h geschaltet werden.
Und auch am Vormittag des 4. Mai ließen die Rahmenbedingungen in Fahrtrichtung Salzburg für 5 Stunden 17 Minuten, in der Gegenrichtung jedoch nur für 1 Stunde 42 Minuten ein auf 160 km/h hinauf gesetztes Tempolimit zu. Die Auswertung der Verkehrszählung ergab an beiden Tagen eine Fahrzeugfrequenz zwischen 200 und 300 Kfz pro Stunde (morgens) sowie zwischen 700 und 900 Kfz/Stunde am Vormittag und Mittag des 3. Mai bzw. von 500 bis 600 Kfz/Stunde im gleichen Zeitraum des 4. Mai.

Utl.: Funktionsweise der Verkehrsbeeinflussungsanlagen

Auf dem 12km langen Autobahnabschnitt wurde eine Verkehrsbeeinflussungsanlage errichtet, deren wesentliche Komponenten aus Überkopfbalken mit integrierten LED-Informationsanzeigetafeln, einer Wetterstation sowie den notwendigen Umweltdatenerfassungsgeräten bestehen. Zusätzlich ist die Verkehrsbeeinflussungsanlage mit einer Section Control Anlage gekoppelt.

Auf beiden Fahrtrichtungen zwischen der ASt. Spittal/Ost und der ASt. Paternion-Feistritz erfassen Wetterstationen mittels entlang der Strecke installierten Umweltdatenerfassungsgeräten sämtliche Umweltdaten, wie Wasserfilmdicke, Niederschlagsart- und intensität, Lufttemperatur, Windrichtung- und stärke, Sichtweite (Nebel) sowie das Verkehrsaufkommen oder besondere Ereignisse wie Pannen oder Unfälle. Das Datenmaterial wird verarbeitet und sofort an die Verkehrsleitzentrale der ASFINAG in Inzersdorf weitergegeben. Von dort aus werden nach sorgfältiger Auswertung und Berücksichtigung aller verkehrlichen Voraussetzungen und Umweltdaten in Sekundenschnelle die jeweilige mögliche Höchstgeschwindigkeit auf den elektronische Geschwindigkeitsanzeigen entlang der Fahrbahn angezeigt.

Utl.: Schaltungsparameter

Folgende sicherheitstechnische Parameter dienen zur Steuerung des Verkehrsbeeinflussungsanlagen:

  • Nass-Trocken Verhältnis
  • Mindestsichtweite Nebel
  • Lichtverhältnisse
  • Fahrbahn-Mindesttemperatur
  • Zeitliche Beschränkung (Lärmschutz)
  • Geschwindigkeitssteuerung

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