Bures: SPÖ für Wiedereinführung von Lehrwerkstätten

Jugendarbeitslosigkeit nach wie vor auf Rekordhöhe

Wien (SK) - 36.418 junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren stehen auf der Straße - sie haben weder einen Arbeitsplatz noch einen Ausbildungsplatz. Das sind um 9.701 junge Menschen mehr als im April 2000. Rechnet man die Jugendlichen in Schulungen dazu, beträgt der Anstieg seit 2000 sogar 25.178 oder 73 Prozent. "Das ist eine extrem ernste Situation", sagt SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures und warnt davor, den leichten Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit im April (minus 0,3 Prozent, die jungen Menschen in Schulungen eingerechnet) fälschlicherweise als Trendwende zu deuten. ****

"Die von der Regierung behauptete Trendwende gibt es nicht. Denn es handelt sich zum einen um einen einmaligen, äußerst bescheidenen Rückgang und zum anderen prognostizieren Wifo und IHS für das kommende Jahr wieder einen Anstieg der Arbeitslosigkeit", so Bures.

Um tatsächlich eine Trendwende am Arbeitsmarkt zu erzielen, seien strukturelle Reformen notwendig. Die SPÖ tritt deshalb für die Wiedereinführung der erfolgreichen Lehrwerkstätten ein. Bures konkretisierte am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: Es muss zu einem Lastenausgleich zwischen Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden und Unternehmen, die das nicht tun, kommen. Damit würde man nicht nur einen Anreiz geben, Lehrlinge auszubilden, man könnte die zusätzlichen Einnahmen von den nicht ausbildenden Betrieben für die Wiedereinrichtung von Lehrwerkstätten verwenden.

"In Lehrwerkstätten kann man ganz gezielt jene Fachkräfte ausbilden, die die Wirtschaft braucht. Und man kann damit eine hohe Qualität sicher stellen", so Bures. (Schluss) se

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