Trannacher: Kampf dem Rassismus darf nie "out" werden

Kärntner SPÖ-Frauen gedenken am 8. Mai in Mauthausen der weiblichen und männlichen Opfer - Erstmal weiblicher Gedenkfeierschwerpunkt

Klagenfurt (SP-KTN) - "Der Kampf dem Rassismus darf auch in
unserer Ipod-und Playstationgesellschaft nie out werden", erklärt die Vorsitzende der Kärntner SPÖ-Frauen, LAbg. Sieglinde Trannacher, am Samstag im Vorfeld der Fahrt der SPÖ-Frauen nach Mauthausen am Sonntag. Heuer, 61 Jahre nach der Befreiung Mauthausen, werde "bei der Internationalen Befreiungsfeier zum allerersten Mal besonders an die Frauen in den Konzentrationslagern erinnert", hält Trannacher fest. Die SPÖ-Frauenvorsitzende fordert ein: "Wir dürfen Rassismus nicht nur nicht mehr zulassen, sondern müssen verhindern, dass das Leugnen oder Verharmlosen von NS-Gräueln akzeptiert wird." "Außerdem müsste unsere Gesellschaft dafür sorgen, dass alle Menschen, egal welcher Herkunft, Religion und Muttersprache, egal aus welchen sozialen Verhältnissen, welchen Geschlechts oder welcher sexuellen Orientierung in vollem Umfange akzeptiert und respektiert werden", macht Trannacher klar.

Trannacher freute sich, dass das heurige Gedenken endlich den Antifaschistinnen, Widerstandskämpferinnen, den denunzierten und "rassisch" verfolgten Frauen gelte. Ein "lange tabuisierter, verdrängter Teil der NS-Verbrechen sind die Bordelle in den Konzentrationslagern", sagt die SPÖ-Frauenvorsitzende und verweist darauf, dass die sexuelle Zwangsarbeit und Zwangsprostitution ein ungeheures Verbrechen gegen Frauen dargestellt habe. InteressentInnen, die an der Fahrt der SPÖ-Frauen nach Mauthausen teilnehmen möchten, können sich noch unter Tel.: 0664-3101795 bei der Frauengeschäftsführerin Dagmar Onitsch anmelden. Die Abfahrt mit dem Bus nach Mauthausen findet am kommenden Sonntag um 05:00 Uhr am Messeparkplatz Haupteingang statt.

Mauthausen, das für viele Menschen zum "Ort ihrer Ermordung" wurde, erlebte als letztes so genanntes Konzentrationslager (KZ) am 5. Mai die Befreiung. Es sei unfassbar was "in den Gedanken und Gefühlen jener Menschen vorgeht, die diesen Alptraum der Unmenschlichkeit überlebt haben", erinnert Trannacher.

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