- 02.05.2006, 08:58:11
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Haubner: "Sag mir, wo die Kinder sind?" - Kinderrechte in Europa
Internationale Konferenz über Rechte und Schutz der Kinder in Wien
Wien 2006-05-02 (BMSG/OTS) - Die österreichische Ratsvorsitzende
Ursula Haubner holt eine hohe europäische Expert/innenkonferenz "Ein
Europa der Kinder - l’europe de l’enfance" nach Wien."Kinder und
Jugendliche spielen die Hauptrolle, wenn es um die Zukunft Europas
geht, daher haben sie auch einen entsprechenden Stellenwert im Rahmen
unseres Ratsvorsitzes", betont Ursula Haubner.
Vertreter/innen aus 22 europäischen Mitgliedsstaaten beraten heute in
Wien über Strategien, wie politische Entscheidungen auf EU-Ebene
jugendverträglich gestaltet werden können, um einerseits den
notwendigen Schutz zu gewähren, andererseits aber auch Rechte zu
garantieren. "Immerhin geht es um rund 94 Millionen junge Menschen
unter 18 Jahren, die einen Anspruch haben auf optimale Chancen, damit
sie zu eigenständigen, Selbstbestimmten und entscheidungsfähigen
Persönlichkeiten heranwachsen können", so Haubner.
Kinderrechte müssen mit Leben erfüllt werden, das Wohl der Kinder hat
Vorrang zu haben, das sieht auch die Charta der Grundrechte der EU
vor, wie z.B. Schutz vor Gewalt oder Recht auf freie Meinungsäußerung
und Mitsprache oder der Anspruch auf regelmäßige persönliche
Beziehungen und direkten Kontakt zu beiden Elternteilen.
Daher beleuchtet die Konferenz in Wien nicht nur die Rechtsetzung,
sondern es werden auch neue Modelle diskutiert, unter anderem auch
das österreichische Modellprojekt für einen Kinderbeistand bei
schwierigen Situationen der Obsorge.
Konkrete Unterstützung signalisiert auch die Europäische Kommission,
die einen Vorschlag für einen Kinderrechtskoordinator und ein
europäisches Forum für Kinder erarbeitet und diesen Entwurf heute
erstmals präsentiert.
Die EU kann insgesamt auf Fortschritte verweisen, denn in den letzten
5 Jahren wurden etwa 30 Richtlinien oder Weißbücher angenommen, in
denen Kinder und Jugendliche als Zielgruppe unmittelbar angesprochen
werde. Es geht um Kernfragen wie Bildung, Ausbildung und
Beschäftigung, um Gewaltprävention, Armutsprävention, Verantwortung
der Eltern, sicheres Internet, Schutz vor sexueller Ausbeutung,
soziale Integration.
Österreichischer Ratsvorsitz - Erfolgsbilanz für junge
Menschen
"Ein Riesenschritt ist uns im Rahmen des Europäischen Jugendpakts
bereits gelungen, denn jede/r Jugendliche soll in Europa binnen sechs
Monaten entweder einen Arbeits- oder Bildungsplatz bekommen",
verweist Haubner auf diesen durchschlagenden Erfolg des
Österreichischen Ratsvorsitzes. Zusätzlich wird noch die
Entschließung zur Anerkennung des außerschulischen Lernens, wie z.B.
freiwilliges, soziales Engagement, akzeptiert werden.
Haubner abschließend: "Es ist gut und richtig, dass die politisch
Verantwortlichen und Expert/innen junge Menschen in den Mittelpunkt
ihrer Überlegungen stellen, aber mir ist es noch wichtiger, dass die
jungen Menschen selbst in die politischen Entscheidungsprozesse mehr
eingebunden werden. Daher soll im Vorfeld der
EU-Jugendminister/innen-Räte die Jugend selbst mitreden können, damit
das gegenseitige Verständnis wächst und die EU-Politik auch von den
jungen Menschen mit- und weitergetragen wird."
Rückfragehinweis:
BMSG - Bundesministerin Ursula Haubner
Pressesprecher Heimo Lepuschitz
Tel.: 0664 825 77 78
mailto:heimo.lepuschitz@bmsg.gv.at
http://www.bmsg.gv.at
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