Führt "ÖGB-neu" zu Polit-"Richtungsgewerkschaften"?

Schöls: Nicht FCG-Wunsch, aber besser als Nur-Beitragszahler für Penthouse-Genossen

St.Pölten (OTS) - Die Turbulenzen um ÖGB und BAWAG sowie die vom geschäftsführenden ÖGB-Präsidenten Rudolf Hundstorfer jüngst genannte Überlegung einer "Neugründung des ÖGB" haben nun schlagartig auch das Thema "Richtungsgewerkschaften" ins Spiel gebracht, also fraktionell ausgerichtete ("politische") Gewerkschaften wie in Österreich vor 1938. Für die Fraktion Christlicher Gewerkschafter sei dies "zwar nicht wünschenswert, aber sicher besser, als wenn wir Christgewerkschafter in den Betrieben und Dienststellen weiterhin nur als Beitragszahler für die Penthouse-Genossen herzuhalten und im ÖGB nichts mitzureden haben". Das sagte NR-Abgeordneter Alfred Schöls, Vorsitzender der NÖ Christgewerkschafter, die mit ca. 100.000 Mitgliedern sowie 2.000 Betriebsräten und Personalvertretern die weitaus größte Landesorganisation innerhalb der FCG sind. Anlass für die Schöls-Feststellung bot die Delegiertenkonferenz der FCG-Bau-Holz am Samstag in Wiener Neustadt.

Schöls ließ keinen Zweifel daran, dass er einen gemeinsamen ÖGB vorzieht, ob es aber im Zuge eines "ÖGB neu" dazu kommt, "wird davon abhängen, ob die Sozialdemokraten aus ihren Problemen in der Vergangenheit und ihrem mangelnden Demokratieverständnis gelernt haben oder nicht." Jedenfalls aber, so betonte Schöls, "werden wir Christgewerkschafter uns sicher nicht als Feigenblatt für die Überparteilichkeit des ÖGB missbrauchen lassen." Wenn die FCG auch in einem "ÖGB neu" lediglich solch eine Feigenblatt-Funktion hätte, "dann ist es sicher besser für die FCG, eine eigene Gewerkschaftsbewegung zu gründen," schloss der NÖ FCG-Vorsitzende.

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