Glawischnig: Schüssel muss TIWAG-Ausstieg aus dubiosen Atomgeschäften erwirken

Schwerer Schaden für Anti-Atom-Glaubwürdigkeit Österreichs

Wien (OTS) - "Die dubiosen Geschäfte der TIWAG mit Atomkonzernen sind durch nichts zu rechtfertigen. In Tirol wird mehr Strom erzeugt als verbraucht, Atomstromimporte sind nicht notwendig, es geht allein um Profite", kritisiert Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen. "ÖVP-Obmann Schüssel soll in seinen Reihen Ordnung schaffen und beim 100 Prozent-Eigentümervetreter der Tiwag, ÖVP-LH van Staa, den Ausstieg aus den schmutzigen Atomgeschäften bewirken. Die Tiwag-Atomverträge fügen der österreichischen Anti-Atom-Glaubwürdigkeit schweren Schaden zu", so Glawischnig.

Nach jahrelanger Geheimhaltung wurde nun der Nachweis erbracht, dass die Tiwag seit Anfang der Achtziger Jahre Millionenbeträge für die Beschaffung und Entsorgung von nuklearem Brennstoff an die deutsche E.On bezahlt und damit die deutsche Atomindustrie direkt mitfinanziert. 5,1 Mio. Euro wurden laut einem vertraulichen Tiwag-Geschäftsbericht alleine im Jahr 2005 bezahlt. "Dieser Skandal zeigt die unerträgliche Doppelmoral der ÖVP-Atompolitik. Während die ÖVP vom Kanzler abwärts beteuert, der Atomausstieg sei das Ziel der Bundesregierung soll unter österreichischem EU-Vorsitz das Atomforschungsbudget verdreifacht werden und ein im Naheverhältnis zur ÖVP stehender Landesenergieversorger macht Profite mit Atomgeschäften", kritisiert Glawischnig. "Das hat eine ähnliche Qualität wie die Karibikgeschäfte der Bawag. Es werden Profite auf Kosten der Glaubwürdigkeit gemacht", so Glawischnig.

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