"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR von Claudia Grabner: Es reicht der schäbige Sieg

Klagenfurt (OTS) - Die Hackeln, die da fliegen, kommen in einer Tiefe, die Österreich nicht verdient hat: Im Kampf um den "Schmutzkübel" - der offensichtlich als herbstliche Wahltrophäe zu vergeben ist - schenken sich die Parteien nichts. Mit Wonne sudelt man im Dreck und schert sich keinen Deut um die Zukunft des Landes. Hauptsache, der Gegner geht hops.

Die Bawag als schwarzes Wahlmotto auszurufen, ist unteres Schubladen-Niveau. Das freilich interessiert den Kanzler wenig. Offenbar will man heute nicht mit Grandezza gewinnen. Es reicht der schäbige Sieg. Ein Sieg, der auf die Vernichtung des Gegners zielt und auf die eigenen Vorzüge verzichtet. Sollte der Schmutzkübel Mode machen, wird die SPÖ ihre "PR" auf das ÖVPsche Totalversagen am Arbeitsmarkt reduzieren müssen. Das BZÖ muss sich auf Intimfeind Grasser stürzen und dem geschröpften Volk dessen zahllose Belastungspakete aufs Taferl schreiben. Für Grün ließe es sich mit den millionenschweren Freunderl-Postenschachereien a la Schwarz-Orange vielversprechend Stimmung machen. Und im Kärntner Wahlkampf? Da überragt ein Thema die Wörtherseebühne-, Styrian- und Mütterpensionspleite: der Hypo-Skandal mit LH Haider an der Spitze. Denn: Im Bilanz-Verlust-Vergleich steht die Hypo der Bawag um nichts nach. Gar nicht zu reden in Relation zur Magdalen-Affäre. Die nämlich ist dazu das sprichwörtliche Peanut.

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