Leberkrebsraten steigen dramatisch an!

Erstmals grenzübergreifende Kooperation von Patientenorganisationen für Lebererkrankungen im deutschsprachigen Raum!

Wien (OTS) - Begleitend zum Europäischen Leberkongress EASL vom 27.-29.4.2006 in Wien haben sich erstmals die deutschsprachigen Patientenorganisationen für Lebererkrankungen am 24.4.2006 zu Kontaktgesprächen zusammengefunden. Die Deutsche Leberhilfe e.V., das Deutsche Hepatitis C Forum, die HELP C Schweiz, die Hepatitis Hilfe Österreich - Plattform Gesunde Leber (HHÖ), der Verein der Lebertransplantierten Österreichs, die Hepatitis Liga Österreich und die Selbsthilfegruppe für Leberkranke und Lebertransplantierte Linz und Vöcklabruck kamen überein, dass konzertierte Aktionen durchgeführt werden müssen, um auf den dramatischen Anstieg von Leberkrebs aufmerksam zu machen.

Lebererkrankungen und deren Ursachen sind vielfältig. Nur selten ist übermäßiger Alkoholkonsum die Ursache, hauptsächlich sind dies Viren (z.B. Hepatitis B und C), Fettleber, Tumore aber auch genetisch bedingte Erkrankungen(z.B. Eisenspeicherkrankheit, Kupferspeicherkrankheit).

Insbesondere bezüglich der Hepatitis C ist die Situation prekär:
Im gesamtdeutschsprachigen Raum sind weniger als 25 % aller Hepatitis-C-Betroffenen diagnostiziert. Insgesamt wird die Zahl der Erkrankten von Fachexperten auf über 1,5 Mio. im deutschsprachigen Raum geschätzt. Weltweit sind lt. WHO rd. 170 Mio. Menschen infiziert.

Die Folgen einer nicht diagnostizierten Hepatitis C können im Endstadium Leberzirrhose und Leberkrebs sein. Gegen Hepatitis C gibt es keine Impfung. Darum ist Früherkennung so wichtig: Je früher diagnostiziert wird, desto schneller kann eine effektive Therapie gegen das Virus eingeleitet werden. Darum sollten schon leicht erhöhte Leberwerte ernst genommen und eine Virushepatitis ausgeschlossen werden.

Zum dritten Mal findet am 01. Oktober 2006 der Welt-Hepatitis-Tag mit Unterstützung der WHO statt.

Die Patientenorganisationen haben eine gemeinsame Aufklärungskampagne im gesamten deutschsprachigen Raum beschlossen, um auf der einen Seite Patienten schneller zu identifizieren und auf der anderen Seite identifizierte Patienten rasch einer bestmöglichen Behandlung und Betreuung zuzuführen.

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