Steier fordert Rückkehr zur jährlichen Pickerl-Überprüfung bei Neuwägen

Wien (SK) - "Seit 2002 müssen neue Autos nicht mehr jährlich zur Pickerl-Überprüfung - die Annahme der Regierungsparteien damals, dass es dadurch zu keinerlei Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit komme, war viel zu optimistisch", kritisierte SPÖ-Abgeordneter Gerhard Steier am Donnerstag im Nationalrat. Steier fordert in einem Antrag die Rückkehr zur jährlichen Pickerl-Überprüfung, Neuwägen sollen nach zwei Jahren der Erstzulassung überprüft werden und danach jährlich. "Diese Rückkehr ist nicht nur aus dem Blickwinkel der Verkehrssicherheit, sondern auch aus Gründen des Umweltschutzes wichtig", so Steier. ****

Nach vier Jahren wisse man heute, dass die "Fahrzeuge nicht sicherer und umweltfreundlicher geworden sind", kritisierte der SPÖ-Abgeordnete. Eine Untersuchung des ÖAMTC zeige, dass jedes zehnte dreijährige Auto gravierende Mängel aufweise, vor der Pickerl-Neuregelung sei dies nur bei jedem zwanzigsten Auto der Fall gewesen. Auch Neuwägen würden die Umwelt unnötig belasten und "Verkehr spielt eine beträchtliche Rolle bei der Entstehung von Feinstaub", erläuterte Steier.

Neben dem jährlichen Check aller Fahrzeuge fordert der SPÖ-Abgeordnete gemeinsam mit dem SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer in einem weiteren Entschließungsantrag die Kennzeichnung der Schadstoffklasse durch eine farbliche Markierung der Pickerl. Als "erstaunlich" bezeichnete Steier die verhaltene Reaktion der Regierung auf die SPÖ-Vorschläge und wies darauf hin, dass die Österreicherinnen und Österreicher umweltbewusster seien als Vater Staat - denn von 4.874 Dieselautos, die sich im Dienste der Republik befinden, seien nur 68 mit Partikelfiltersystemen ausgestattet. "Dieses Resultat ist mehr als erschütternd und für die umweltpolitische Glaubwürdigkeit der Regierung eine Bankrotterklärung", so Steier abschließend. (Schluss) sf

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