Steier: "Anti-Doping-Gesetz wichtiger Schritt im ernsthaften Kampf gegen Doping"

Krist fordert "soziale und ökologische Mindeststandards" in Sportartikel-erzeugenden Ländern

Wien (SK) - Das heute beschlossene Anti-Doping-Gesetz (ADG) sei
ein "wichtiger Schritt im ernsthaften Kampf gegen Doping", betonte SPÖ-Abgeordneter Gerhard Steier am Donnerstag im Nationalrat. Seitens der SPÖ trete man "unaufhaltsam für den reinen und sauberen Sport" ein, verdeutlichte Steier, der für verstärkte Doping-Aufklärung vor allem für junge SportlerInnen plädierte - Sportstaats-Sekretariat und Bildungsministerium seien hier besonders gefordert. "Einen Fall Mayer darf es in Österreich nie mehr geben", unterstrich SPÖ-Abgeordneter Hermann Krist. Er bedauere auch, dass die Bundesregierung einmal mehr einen Antrag vertagt habe, der gewährleistet hätte, dass es zur Einhaltung von "sozialen und ökologischen Mindeststandards" in jenen Ländern kommt, in denen große Sportartikelerzeuger produzieren lassen, so Krist. ****

Die negativen Schlagzeilen rund um die letzte Doping-Affäre hätten auch zu einem "Verlust des Prestige im Sportbereich" geführt, zeigte Steier auf, der davor warnte, dass Doping zunehmend auf den Breiten-und Freizeitsport übergreife - im Internet seien viele Präparate leicht erhältlich. Auch werde der Wunsch nach einem idealen Körper und nach besonderen, gesteigerten Leistungsanforderungen in der Bevölkerung immer breiter vertreten, so Steier. "Die Versuchung des Doping tritt vermutlich irgendwann einmal an alle SportlerInnen heran" - hier sei wichtig, dass die SportlerInnen dann auch Nein sagen könnten, so Steiers Forderung nach mehr Aufklärung in Sachen Doping.

Krist - ADG geht auf SPÖ-Entschließungsantrag zurück

Das ADG gehe auf einen SPÖ-Entschließungsantrag aus dem Jahr 2003 zurück, unterstrich Krist, der meinte, dass es auch die "bedauerlichen Vorfälle in Turin" gewesen seien, die eine Umsetzung des ADG beschleunigt hätten. Krist übte heftige Kritik daran, dass die Bundesregierung einmal mehr einen wichtigen und "unterstützenswerten" Antrag vertagt hätte, der für eine "faire Behandlung und Entlohnung" jener Menschen gesorgt hätte, die in verschiedenen Ländern für große Sportartikelhersteller produzieren. Gerade vor dem Hintergrund der kommenden Fußball-WM wäre eine Realisierung dieses Antrags ein "klares Signal für soziale und ökologische Mindeststandards" gewesen, so Krist abschließend. (Schluss) mb

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