Silhavy fordert rechtliche Regelung für Dienstfreistellung freiwilliger Helfer und Helferinnen

Wien (SK) - "Derzeit sind freiwillige Helfer und Helferinnen dienstrechtlich so schlecht abgesichert, dass sie sich Urlaub nehmen müssen, um Hilfsleistungen vollbringen zu können", kritisierte SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy am Donnerstag im Nationalrat. Aus diesem Grund bringt die SPÖ-Abgeordnete einen Fristsetzungsantrag zur Dienstfreistellung für freiwillige HelferInnen ein, in dem arbeits- und sozialrechtliche Normen gefordert werden, die die Nachteile für freiwillige HelferInnen beseitigen. Silhavy betonte, dass "es schon oft genug Lippenbekenntnisse gegeben hat, nun liegt es an der Umsetzung einer rechtlichen Regelung, wie sie schon oft angekündigt wurde - das sind wir den Menschen, die sich in den Dienst anderer stellen, schuldig". ****

Leider könne man sich nicht darauf verlassen, dass es zu keinen Katastrophen mehr kommen werde, die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen eher, dass die Anzahl der Katastrophen zunehme. "Der Einsatz der freiwilligen Helfer und Helferinnen ist immer notwendiger", so Silhavy, "diesen Menschen sind wir es schuldig, endlich rechtliche Rahmenbedingungen zu garantieren, damit Nachteile endlich beseitigt werden". Denn der Großteil dieser freiwilligen HelferInnen würden nicht nur bei Einsätzen für die Gesellschaft "eine unverzichtbare und wichtige Arbeit leisten", sondern sich auch Urlaub nehmen für Aus-und Weiterbildungen - "auch hier stellen diese Menschen ihre Freizeit zur Verfügung, um im Dienste der Gesellschaft helfen zu können".

Die Arbeit, die diese freiwilligen HelferInnen leisten, "ist wichtig für die Betroffenen und Opfer von Katastrophen", bekräftigte die SPÖ-Sozialsprecherin, denn ohne die Freiwilligen könne in den meisten Fällen kaum so rasch und effizient Hilfe geleistet werden und die Auswirkungen wären noch schlimmer. Silhavy ist überzeugt, dass Konsens über die Notwendigkeit der Mithilfe von Ehrenamtlichen herrsche und kritisierte, dass es derzeit "keinerlei Absicherung oder Entsprechung im Arbeits- und Dienstrecht gibt, weder im Öffentlichen Dienst, noch im privaten Bereich". Silhavy betonte abschließend, dass diese Menschen eine Regelung der Dienstfreistellung und Entgeltsfortzahlung benötigen: "Setzen wir eine oft angekündigte Regelung um - das sind wir diesen Menschen schuldig". (Schluss) sf

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