Schasching: Österreich gehört mit Anti-Doping-Gesetz zu "Vorreiterstaaten"

Schasching warnt allerdings vor "vermehrtem administrativen Aufwand für Verbände"

Wien (SK) - Nachdem die Regierung einen von der SPÖ eingebrachten Antrag zum Anti-Doping-Gesetz (ADG) "drei Jahre lang verschleppt hat, war es jetzt nach kurzer, aber intensiver Beratung doch möglich, einen Vierparteienantrag im Parlament zu verabschieden", so SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Österreich gehört mit der Verbindung von WADA-Code und UNESCO-Abkommen im Rahmen des ADG zu den Vorreiterstaaten", betonte Schasching zum Anti-Doping-Gesetz, das der Nationalrat heute beschließt. "Mit dem neuen Gesetz ist ein weiterer Mosaikstein für eine positive Bewertung der Salzburger Olympiabewerbung gelegt", sagte Schasching. ****

Das Anti-Doping-Gesetz sei "ein Brückenschlag", erklärte die Abgeordnete, es vermeide die Kriminalisierung der SportlerInnen und ermögliche die faire Ausübung von Wettkämpfen. Die gesamte Verantwortung für die SportlerInnen und deren Umfeld würden künftig die Fachverbände übernehmen. "Kritisch anzumerken ist allerdings, dass es dabei zu einem erhöhten administrativen Aufwand kommen wird", warnte Schasching, die auch ASKÖ-Wien Präsidentin ist, mit Blick darauf, dass es gelte, diesbezügliche Entwicklungen genau zu beobachten und möglicherweise Verbesserungen durchzuführen.

Bei den Verhandlungen zum neuen Anti-Doping-Gesetz war es der SPÖ ein besonderes Anliegen, auch die Bereiche Forschung und Prävention einzuarbeiten und besondere Rücksicht auf die minderjährigen SportlerInnen zu nehmen, erklärte Schasching.

In der Debatte wies die Abgeordnete auch auf die von Regierungsseite gepriesenen Mehrmittel für den organisierten Vereinssport durch die Änderungen der Bundesport-Förderungen hin. Sie warnt auch diesbezüglich vor dem administrativen Mehraufwand, der vor allem die Fachverbände und die Dachverbände, die für den Breitensport zuständig sind, vor große Herausforderungen stellt. "Allein die ASKÖ hat in der vergangenen Woche über 80 Projekte beim Bundeskanzleramt eingereicht. Allein an diesem Beispiel wird der enorme Mehraufwand sichtbar", so Schasching.

"Vor allem für kleine Verbände, die nur auf ehrenamtliche FunktionärInnen zurückgreifen können, stellt sich dabei die Frage, ob sie imstande sind, dies zu bewältigen. Auf jeden Fall muss eine zusätzliche Aufblähung des Verwaltungsapparates vermieden werden. Denn hierbei könnten wieder zusätzliche Kosten entstehen, die in der Folge dem Sport für Projekte fehlen. Die SPÖ wird sich dafür einsetzten, dass wie beim ADG auch bei der neuen Bundessport-Förderung, die die Mehrmittel betrifft, zum Wohle der Sports gehandelt wird", so Schasching. (Schluss) mb/sk

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