ASFINAG: S 1 Wiener Außenring Schnellstraße: Freie Fahrt ab Freitag Morgen, 28. April 2006

Künftig in 15 Minuten von Vösendorf bis zum Flughafen Schwechat

Wien (OTS) - Nach einer Rekordbauzeit von nur viereinhalb Jahren (Spatenstich: 25. Oktober 2001) wird die gesamte rd. 16,2 Kilometer lange S 1 Wiener Außenring Schnellstraße nun bereits am 28. April und damit acht Monate früher als ursprünglich geplant (Ende Dezember 2006) für den Verkehr freigegeben. Das Teilstück Vösendorf -Schwechat ist nicht nur ein wichtiger Abschnitt des geplanten Regionenrings um Wien, sondern auch über die Grenzen hinaus von Bedeutung.

Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: "Die Fertigstellung des Südabschnittes der gesamten S 1 ist ein erster und wichtiger Schritt in der verkehrsmäßigen Erschließung der Ostregion. Im Zuge der EU-Erweiterung ist Wien in das Zentrum Europas gerückt. Gut ausgebaute Infrastruktur fördert nicht nur ein Zusammenwachsen der EU-Mitgliedstaaten, sondern stärkt auch den Wirtschaftsstandort Österreich."

Für Verkehrsminister und Vizekanzler Hubert Gorbach stellt der Ausbau der S 1 einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit dar: "Die Fertigstellung dieses Abschnitts führt vor dem Hintergrund des gestiegenen Verkehrsaufkommen zu einer Entlastung der niederösterreichischen Gemeinden und der A 23 vom Durchzugsverkehr und durch den vierspurige Vollausbau auf höchstem technischen und baulichem Niveau zu einer weiteren Steigerung der Verkehrssicherheit. Der Bau der S 1 ist aber auch für die Konjunktur und die Schaffung von Arbeitsplätzen von Bedeutung. Von dieser Verkehrs-Lebensader im Herzen Europas profitieren also die Verkehrsteilnehmer, der Wirtschaftsstandort Wien und das niederösterreichische Umland gleichzeitig."

Für Niederösterreich bedeutet die Fertigstellung der S 1 eine wesentliche Entlastung des Südraums von Wien. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll: "Die Verkehrssituation im Süden Wiens stellt eine besondere Herausforderung dar. Umso intensiver haben wir an gemeinsamen Lösungen gearbeitet. Mit der neuen S1 haben wir eine solche Lösung im Dialog mit der Bevölkerung und in guter Zusammenarbeit der Bundesländer Wien und Niederösterreich erreicht, mit der wir die Standortqualität der Ostregion stärken, den Pendlern das Leben erleichtern und für mehr Lebensqualität und Sicherheit sorgen."

Wiens Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr, DI Rudi Schicker, streicht die Bedeutung des geplanten Regionenrings um Wien hervor:
"Wien zählt geographisch und wirtschaftlich zu den Top-Standorten der erweiterten EU. Wir brauchen somit mehr denn je eine leistungsfähige Infrastruktur als Element der Transeuropäischen Netze. Der Bahnhof "Wien Europa-Mitte" und der Regionenring mit seinen Verbindungen zu A4, A5, A6, A22 und A23 haben daher höchste Priorität."

Die 16 km lange S 1 verbindet im Abschnitt Vösendorf - Schwechat die A 2 Süd Autobahn mit der A 4 Ost Autobahn. Sie umfasst als Großprojekte fünf Tunnel mit einer Gesamtlänge von knapp 4 km, 15 Brückenbauwerke, sechs Grünbrücken und acht Anschlussstellen. Die Ausrüstung der gesamten Strecke garantiert optimale Sicherheit:

ASFINAG Vorstandsdirektor DI Franz Lückler: "Die gesamte Strecke ist voll ausgebaut, d.h. vierstreifig im Freiland mit Betonleitwänden zur Mittelstreifenabsicherung bzw. zweiröhrig in den Tunneln plus Pannenstreifen. Die Tunnel im Zuge der S 1 sind sicherheitstechnisch auf höchstem Niveau ausgeführt: befahr- und begehbare Querschläge, Notruf- und Feuerlöschnischen, Videoüberwachung, Tunnelfunk, Belüftung mit Strahlventilatoren, helle Beleuchtung und Beschichtung, Bordsteinreflektoren, Fluchtwegorientierung. Zusätzlich wurde in Erweiterung zum Stand der Technik in den Tunneleinfahrtsbereichen ein Tageslichtsystem entwickelt, welches dem Auge die Adaptierung an das Tunnellicht erleichtert."

Die zentrale Überwachung erfolgt durch die Überwachungszentrale Kaisermühlen, als Fallweiser Stützpunkt dient die Betriebszentrale Vösendorf. Für eine optimale Verkehrssteuerung sorgt eine Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA).

Die Verkehrsfreigabe erfolgt nach einem letzten Tunnel- und Sicherheitscheck am 28.4.06 um 6.00 Uhr morgens.

Gesamtkosten: Euro 430 Mio.
Die Finanzierung erfolgt aus den Erlösen der ASFINAG aus Maut, Vignette und Lkw-Road Pricing.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Anita Oberholzer, ASFINAG Pressesprecherin
Mobil: 0664 60108 15933

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ASF0001