VP-Cortolezis-Schlager: Pädagogische Arbeit wird von Stadt Wien nicht gewürdigt Stadt

Wien lässt Kooperative Mittelschulen im Stich

Wien (OTS) - Bei einem Schulbesuch in der Hauptschule Brüßlgasse 18 in Wien Ottakring konnte sich Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager heute von der pädagogisch hervorragenden Arbeit des Direktors und den dort unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrern überzeugen. "Mir präsentierte sich eine Schule mit Vorzeigecharakter in punkto Innovation und Projektarbeit; Berufsorientierung und der Kontakt zur Wirtschaft werden groß geschrieben", lobt Cortolezis-Schlager die Arbeit des gesamten Teams.

"Allerdings hat sich meine Forderung nach maximal 22 Kindern pro Klasse einmal mehr bestätigt: Einerseits sind die räumlichen Voraussetzungen nicht für eine Zahl von 30 Schülerinnen und Schülern pro Klasse ausgerichtet, da das Platzangebot für individuellen Unterricht nicht ausreicht. Andererseits ist gerade aufgrund der Tatsache, dass die Klassen von Kindern verschiedenster Kulturen und Religionen besucht werden, das Unterrichten nach dem vorgegebenen Lehrplan schwierig. Nur kleinere Klassen bieten größere Qualität und bringen deshalb mehr", so Cortolezis-Schlager. "Würde die Gemeinde Wien die Lehrerinnen und Lehrer richtig einsetzen und nicht mit Verwaltungsaufgaben beschäftigen, wäre eine Schülerzahl von 22 Schülerinnen und Schülern pro Klasse kein Problem." Weiters kritisiert Cortolezis-Schlager, dass die Gemeinde gerade jene Schulform, die für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf die geeignetste Schulform darstellt, nämlich die Kooperative Mittelschule, völlig im Stich lässt.

Ziel wäre es, die Klassenschülerzahlen möglichst niedrig zu halten, die Schulgebäude auf den modernsten Stand zu bringen und die Direktoren von administrativen Aufgaben frei zu spielen, appelliert die Stadträtin an die Verantwortlichen der Stadt Wien. "Es kann nicht sein, dass der Direktor mit Kaffeekochen und Telefondiensten - wie in der Praxis leider üblich - betraut ist. Viel wichtiger wäre es, dass Direktoren in vollem Umfang ihren Managementaufgaben nachkommen können." Die Gemeinde solle die pädagogische Arbeit des Lehrpersonals würdigen und den Schulen die nötigen Schulsekretariate zur Verfügung stellen sowie für die nötige Infrastruktur wie moderne EDV-Ausstattung und technisches Equipment sorgen. Darüber hinaus müsse selbstverständlich auch der bauliche Zustand der Schulen auf den modernsten Stand gebracht werden. Beim Gebäudezustand könne sich die Gemeinde Wien, die für die Pflichtschulen zuständig ist, an den Bundesschulen ein Beispiel nehmen, so Cortolezis-Schlager abschließend.

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