Wolfmayr kritisiert Antrittsinterview der neuen IG-AutorInnen-Präsidentin Welsh

Wien (ÖVP-PK) - Enttäuscht und alarmiert ist ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr vom Antrittsinterview der neuen Präsidentin der IG-Autoren, Renate Welsh, in der "Presse" vom 25. April 2006. "Die Aussagen strotzen vor Wertungen und einer parteipolitischen Haltung, die nicht zu akzeptieren ist. Als neue Präsidentin der IG-Autoren soll Welsh alle AutorInnen vertreten und nicht nur die Linken", mahnte Wolfmayr heute, Donnerstag. "Wenn dieses Interview ein Vorgeschmack auf die Arbeit der neuen Präsidentin ist, wird mir bange." ****

Politische Grundhaltung sei persönliche Sache jedes Einzelnen. "In ihrer Funktion hätte Welsh sich aber genauer überlegen sollen, was sie sagt. Sie desavouiert nicht nur andere Autoren, sie desavouiert vor allem auch den nun zum wiederholten vierten Mal im Rahmen einer österreichweiten Aktion befindlichen großen österreichischen Kinder-und Jugendliteraturpreis", kritisierte Wolfmayr. "Welsh müsste wissen, dass dieser Preis früher durch alle Bundesländer ‚getourt’ ist und letztendlich in Niederösterreich ein so jämmerliches Schauspiel abgegeben hat, dass Staatssekretär Franz Morak gut daran getan hat, diesen Preis nach Gleisdorf zu verlegen. Er hat dies deshalb getan, weil sich Gleisdorf über Jahrzehnte hinweg als eine Stadt profiliert hat, die Kinder- und JugendbuchautorInnen in einzigartiger Weise fördert - durch Lesungen und Präsentationsmöglichkeiten, durch Zusammenarbeit mit Bibliotheken, Literaturhäusern, Buchhandlungen in großflächiger Vernetzung mit der ganzen Steiermark, aber auch mit anderen Bundesländern und mit Wien."

"Ausgerechnet Renate Welsh, die Gleisdorf gut kennt und die mit der aktiven Buchhändlerin Helga Plautz, die sich maßgeblich und mit unglaublichen Engagement seit Jahrzehnten für Kinder- und Jugendliteratur einsetzt, seit Jahren befreundet (!) ist, attackiert nun ein länderübergreifendes Projekt, das in erster Linie AutorInnen hilft, bekannt zu werden. Was ist das für eine Präsidentin?", fragt sich Wolfmayr entsetzt. "Welsh nimmt Stellung gegen Brezina und für Nöstlinger und beachtet nicht, dass sie dadurch in unverantwortlicher Weise andere bewertet und ausgrenzt. Sie sagt zwar, dass sie alles, was das politische Denken ‚zumacht’ und Barrieren baut, entsetzlich findet - mit diesem Einstiegsinterview macht sie aber selbst Türen zu und baut Barrieren auf. Renate Welsh und ihr Geschäftsführer Gerhard Ruiss sollten die Linie und das Leitbild der IG-AutorInnen neu überdenken", schloss die ÖVP-Kultursprecherin.
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