Schierhuber: Erfolgreiche Expertenkonferenz zu 'Erneuerbarer Energie' in Brüssel

Neue Ideen für erneuerbare Energieformen präsentiert

Brüssel, 27. April 2006 (ÖVP-PD) - Österreichs langjähriger Agrarkommissar Dr. Franz Fischler, heute Präsident des Ökosozialen Forums Europa, nahm gestern in Brüssel an einer von der österreichischen Europaparlamentarierin Agnes Schierhuber organisierten Expertenkonferenz zur Zukunft der erneuerbaren Energie in Europa teil. "Vor einem vollbesetzten Auditorium präsentierte Fischler gemeinsam mit weiteren Experten aus Österreich, Deutschland und Schweden neue und zukunftsweisende Ideen für eine verstärkte Förderung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe. Wenn wir unser Ziel tatsächlich erreichen können, den erneuerbaren Energien in Europa zum Durchbruch zu verhelfen, leisten wir damit auch einen entscheidenden Beitrag zur Lissabon-Strategie und zur Schaffung einer wissensbasierten Wirtschaft. Die Forschungsergebnisse und das technische Know-how im Bereich der erneuerbaren Energien können und werden sich als Exportschlager erweisen", sagte Schierhuber. ****

In seiner Rede sprach Fischler vor allem die Frage der künftigen Energiepolitik der Union an: "Die Energiefrage ist der EU auf den Leib geschneidert. In der Lissabon-Strategie sind die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit bereits voll verankert, die ökonomische Effizienz sowie die soziale als auch die ökologische Verantwortung. Das Thema der erneuerbaren Energien ist also im Rahmen der Lissabon-Strategie eins zu eins umsetzbar", betonte Fischler. Zur Frage der Effizienzsteigerung meinte Fischler, dass diese erstens durch Energiesparmaßnahmen und zweitens durch eine Steigerung der Wirkungsgrade und damit einer Technologieverbesserung erreichbar sei. Auch die Entwicklung in China und Indien stelle für Fischler keine Bedrohung dar, sondern vielmehr eine Chance für Europa, da die Energiefrage Chinas und Indiens ohne Alternativen zu fossilen Energieträgern nicht lösbar sei: "Die Grenzen der herkömmlichen Energieversorgung sind praktisch schon erreicht. Europa muss seine Technologieführerschaft bei erneuerbaren Energien ausbauen. Das ist nicht nur ein Wirtschaftsmotor, sondern wird vor allem auch ein Jobmotor für Europa sein", so Fischler weiter.

Auch eine verstärkte Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien seien ein wertvolles Plus für eine Stärkung der wissensbasierten Wirtschaft in Europa. Zur Frage der Kernenergie meinten Fischler und Schierhuber einstimmig, dass bei den heutigen technologischen Voraussetzungen vor allem ein Problem der Importabhängigkeit beim Rohstoff Uran gegeben und nach wie vor die Entsorgung des radioaktiven Abfalls nur unzureichend gelöst sei. "Im globalen energiewirtschaftlichen Zusammenhang ist der Beitrag der Kernenergie mit etwa 2 Prozent unbedeutend. In jedem Fall können wir mit einer stärkeren Förderung der erneuerbaren Energien unsere Abhängigkeit sowohl von der Kernenergie als auch von Ölimporten aus politisch instabilen Regionen vermindern. Das muss unser Ziel sein", so Schierhuber abschließend.

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