Kärnten erhält ein Holzforschungszentrum

Kompetenzzentrum bei FunderMax/St. Veit startet ab Juli d. J. - LH Haider: Ein weiterer Meilenstein beim Aufbau der Kärntner Forschungslandschaft

Klagenfurt (LPD) - Ein Holzforschungszentrum wird in St. Veit errichtet und startet mit Juli 2006. Landeshauptmann Jörg Haider, der Bürgermeister von St. Veit/Glan, Gerhard Mock, und der Geschäftsführer der Kompetenzzentrum Holz GmbH mit Sitz in Linz, Boris Hultsch, haben heute, Donnerstag, im St. Veiter Rathaus über die Details des Kompetenzzentrums für Holzverbundwerkstoffe und Holzchemie informiert. "Ein weiterer Meilenstein im Aufbau einer Kärntner Forschungslandschaft", unterstrich der Landeshauptmann die enorme Bedeutung von Forschung und Innovation.

Das gesamte Investitionsvolumen für das vorerst auf vier Jahre angelegte Projekt beläuft sich auf 5,5 Mio. Euro. Land bzw. Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF), Stadtgemeinde St. Veit, Kompetenzzentrum Holz GmbH und Industriepartner haben dieses Forschungszentrum am Standort FunderMax in St. Veit ermöglicht. Das neue "Wood Carinthian Competence Center" (im Rahmen des so genannten K plus Programms) beschäftigt derzeit zehn Personen und soll den Mitarbeiterstand auf 25 erhöhen. Die neuen Forschungsschwerpunkte liegen auf "Oberfläche" und "Logistik", als akademischer Partner in St. Veit fungiert die Universität für Bodenkultur in Wien.
Wie Haider sagte, habe Kärnten eine hohe Kompetenz in allen Fragen rund um das Holz und wichtige Unternehmen in der Holzbranche. Das Land sei dabei, eine Forschungsplattform (Carinthian Center of Excellence) zu errichten.

Auch in Villach entstehe ein Industrieforschungszentrum (von Magna, Infineon, Flextronics und Epcos), um Projekte in der Autoelektronik vorantreiben zu können. Einen wichtigen Teil dieser Forschungslandschaft bilde das Holzkompetenzzentrum in St. Veit, das für St. Veit und für den Wirtschafts- und Forschungsstandort sehr bedeutsam sei, so Haider. Künftig werde die EU auf Innovationen setzen, daher müssten die Unternehmen fit für einen entsprechenden Zugang zu diesen Mitteln gemacht werden. Da sich die Förderbedingungen der EU ab 2007 veränderten, habe man ein Konjunkturprogramm initiiert, um Betrieben noch Förderzuschüsse bis 25 Prozent zukommen zu lassen.

Bgm. Mock hob den Wirtschaftsstandort St. Veit hervor. Der dortige Industriepark sei stark im Wachsen und ziehe immer neue Unternehmen an. In den letzten Jahren seien hier 1.300 neue Arbeitsplätze entstanden, so Mock, der dem Land für die Initiative zum Holzforschungszentrum dankte.

Bereichsleiter des Forschungszentrums am Standort St. Veit ist Herfried Lammer. Der Geschäftsführer des Kompetenzzentrums mit Sitz in Linz, Boris Hultsch, informierte über die Gesellschaft, an der Kärnten mit 26 Prozent beteiligt ist. Die weiteren Gesellschafter sind die Upper Austrian Research GmbH (62 Prozent) und die BOKU Wien (12 Prozent). St. Veit ist neben Linz, Lenzing und Wien der vierte Standort der Kompetenzzentrum Holz GmbH. Die BOKU Wien, TU Wien, Kepler-Universität Linz sind ihre akademische Partner neben Industriepartnern wie Funder, Lenzing, Wiesner-Hager, Doka u.a.
In Kärnten werde neben FunderMax mit weiteren sechs Unternehmen begonnen. Auch Mondi ist ein wichtiges Partnerunternehmen des Kompetenzzentrums.

Wie Landeshauptmann, Hultsch und Mock sagten, hoffe man auf eine Sogwirkung, die das Forschungszentrum auf kleinere und mittlere Unternehmen auslösen sollte. Die Auftragsforschung für Klein- und Mittelbetriebe sei auch steuerlich verbessert worden, so Haider.

(SERVICE: Nähere Informationen unter www.kplus-wood.at - Zu dieser Presseaussendung stehen honorarfreie Fotos in Druckqualität auf www.ktn.gv.at zum Download zur Verfügung. Fotohinweis:
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