Partik-Pablè: Gedenktag ist ein Tag der Erinnerung aber auch der Verpflichtung für die Zukunft

Wien (OTS) - Wir begehen heute zwei Gedenktage, nämlich den 5. Mai - die Befreiung von Mauthausen, des Konzentrationslagers, und die Widerherstellung der Republik Österreich, sagte die Klubobmann-Stellvertreterin des Freiheitlichen Parlamentsklubs Helene Partik-Pablè im Zuge der Gedenkveranstaltung im Nationalrat.

Es ist bemerkenswert, wie viele Österreicher mit dem Datum 27. April nichts anfangen können, - nicht wissen, dass an diesem Tag die Unabhängigkeitserklärung abgegeben wurde und damit die Widerherstellung der Republik Österreich in Kraft getreten ist - und am 29. April die provisorische Staatsregierung zusammengetreten ist. "Damit hat Österreich als eigener Staat wieder zu leben begonnen und für unsere Republik ist dieses Datum ein ganz wesentliches", so Partik-Pablè. Damit war auch ein Schlussstrich unter jene Zeit gezogen, die den Menschen furchtbare Schicksale beschert und Zerstörung gebracht hat: eine Zeit des Hasses, der Intoleranz und der Gewalt. "Ich hoffe, dass eine solche Zeit nie mehr wieder kommt", so Partik-Pablè.

Es begann dann die harte Zeit des Wideraufbaues - "es wurde Unvorstellbares geleistet", so Partik-Pablè. "Männer waren nicht da, die waren entweder in Gefangenschaft oder sind im Krieg umgekommen. Den Frauen ist somit die Hauptarbeit der Aufräumung der zerstörten Städte usw. überlassen geblieben. Partik-Pablè zitierte aus dem Buch " und trotzdem gab es Hoffnung": "ich weiß nicht, wie ich unseren Willen immer wieder weiterzumachen, erklären soll. Wir waren arm, wir hatten Angst, wir hatten Sorge und dennoch haben wir jeden Tag mit neuer Kraft und neuem Willen begonnen."
In diesem Zusammenhang Wies Partik-Pablè auch darauf hin, welche Leiden insbesondere Frauen während der Zeit des Nationalsozialismus in den Konzentrationslagern erdulden mussten. Sie, Partik-Pablè, sei froh, dass die Bundesregierung eine einmaligen Abgeltung für sogenannte "Trümmerfrauen" beschlossen hat. "30. 000 Frauen werden eine zwar geringe -aber doch eine Entschädigung dafür bekommen, dass sie damals soviel für Österreich getan haben."

Als Österreich aufgebaut war, hat man sich lange Zeit über die Vergangenheit mehr oder weniger "drübergehandelt" - "man hat verdrängt, man hat nur mehr in die Zukunft geblickt und sich nicht mehr mit der Vergangenheit beschäftigt", so Partik-Pablè. Erst nach und nach ist klar geworden, dass wir eine große moralische Verpflichtung haben: Widergutzumachen, zu entschädigen. So sei es zur Schaffung des Nationalfonds, des Entschädigungsfonds und des Versöhnungsfonds gekommen. "Österreich hat Milliarden an die Opfer bezahlt. Ich halte es richtig und wichtig, dass wir diese Leistung auf uns genommen haben", so Partik-Pablè.

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