Grünewald: Schüssel & Gehrer brechen ihre Zusagen bei Anzahl der Studienplätze

Grüne: Staueffekte verursachen unverantwortlich Verzögerungen für Studierende

Wien (OTS) - "Schüssel und Gehrer brechen in Sachen Studienplätze wieder einmal ihre Zusagen. Die Erhöhung der StudienanfängerInnenplätze an den Medizin-Unis gegenüber den mehrjährigen Durchschnittszahlen nach dem Einstiegssemester um zwanzig Prozent auf 1500 hat sich zerschlagen", erklärt heute der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Bestehende Einstiegeshürden verursachten einen "Staudammeffekt", der die Zahl der Wartenden zwangläufig erhöhe. Auch in der Zahnmedizin komme es durch ‚Staueffekte’, die das Resultat von limitierten Behandlungsplätzen für die praktische Ausbildung seien, zu massiven Wartezeiten und zu beträchtlichen, ja unverantwortlichen Verzögerungen des Studiums.

"Das Ministerium kann nicht im nachhinein seine Hände in Unschuld waschen und behaupten, das hätte man weder gewusst noch geahnt. Diese Beschönigungen und Tricks in der Bildungspolitik sind mehr als unangebracht. Ich fordere, dass endlich die Karten auf den Tisch gelegt werden", so Grünewald, und weiter: "Die Bundesregierung verschlampt die langjährige Planung über die notwendige Zahl von qualitativ ausreichend guten Ausbildungsplätzen. Die Anforderungen im Bereich vieler Berufsgruppen sind international gestiegen und erfordern zunehmend akademische Ausbildungen. Vorzeigenationen haben meist nicht nur eine höhere MaturantInnenquote, sondern auch die Zahl der Studierenden übersteigt das österreichischem Niveau um ein Vielfaches."

"Ich fordere die Bundesregierung dringlichst auf, unsere Universitäten so auszustatten, dass wir den internationalen Anschluss nicht verlieren. Die Diskussion über die Zahl der Studierenden darf nicht durch restriktive Rahmenbedingungen beherrscht werden, sondern muss endlich offensiv geführt werden", schließt Grünewald

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