ÖBB dementieren Existenz einer "schwarzen Liste" bei Regionalbahnen

Huber: "Gesamtkonzept noch nicht fertig, Gespräche mit Ländern im Laufen"

Wien (OTS) - Der ÖBB-Konzern weist mit Nachdruck die Existenz
einer vom Magazin "Format" heute kolportierten "schwarzen Liste" bei den Regionalbahnen zurück. "Eine solche Liste gibt es nicht, das Gesamtkonzept für die Weiterentwicklung der Regionalbahnen in Zusammenarbeit mit den Ländern ist noch nicht fertig", stellt ÖBB-Chef Martin Huber klar. Es gebe Gespräche mit einigen Ländern seit Herbst, die noch nicht abgeschlossen seien, so Huber. "Richtig ist, dass wir es uns zum Ziel gesetzt haben, ein Gesamtkonzept noch vor dem Sommer - also spätestens im Juni - vorzulegen", berichtet Huber.****

Der ÖBB-Konzern hat vor einigen Monaten begonnen, das gesamte Ergänzungsnetz im Detail zu analysieren und eine betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Rechung jeweils für die Bereiche Infrastruktur, Personenverkehr und Güterverkehr anzustellen. Die Untersuchungen werden streckenspezifisch durchgeführt. "Ziel ist, Überlegungen über eine sinnvolle Weiterentwicklung der Regionalbahnen auf Basis von Daten und Fakten und in Zusammenarbeit mit den Ländern anzustellen", berichtet Huber.

Die Länder sind gerade bei der Angebotsverbesserung im Nahverkehr enge Partner der ÖBB und haben ein klares Interesse, die Fahrgastzahlen auf wenig frequentierten Strecken zu steigern bzw. alternative Angebote zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Kunden besser entsprechen. Ein wesentliches Ziel der ÖBB ist daher, das Angebot nicht am Markt vorbei zu planen, sondern in einer Art präsent zu sein, die den Kundenwünschen entspricht und daher auch angenommen wird. "Wenig Sinn macht hingegen die Aufrechterhaltung von Strecken, auf denen seit Jahren keine Personen- oder Güterzüge mehr unterwegs sind, bei denen aber nach wie vor die Erhaltungskosten für die Infrastruktur zulasten der Steuerzahler anfallen", so Huber.

"Wir wollen einen sinnvollen Dialog mit den Ländern führen und eine Bandbreite von Möglichkeiten besprechen, um ein Gesamtkonzept fertig zu stellen, mit dem wir den Regionalverkehr gemeinsam umfassend und schlüssig entwickeln können", stellt Huber klar. "Profitieren sollen davon die Fahrgäste, deren Mobilitätsbedürfnisse derzeit nicht immer mit unserem Angebot übereinstimmen." Eine radikale Schließungswelle, die die ÖBB auf Hauptstrecken reduziert, werde es jedenfalls nicht geben. Im Übrigen lasse sich das Einsparungspotenzial erst beziffern, wenn die Gespräche abgeschlossen sind, so Huber in Bezug auf die von "Format" kolportierten Zahlen.

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