AK Stichprobe zeigt: Futtermittel ohne Gen-Soja eher die Ausnahme!

Neue AK Broschüre auf einen Klick im Internet unter www.arbeiterkammer.at

Wien (OTS) - Die meisten Österreicher wollen keine Gentechnik am Teller und am Acker. Eine aktuelle AK Stichprobe bei zehn verschiedenen Geflügel-, Kälber-, Rinder- und Schweinmastfutter zeigt: Nur drei enthalten kein Gen-Soja. Es wurden auch sechs Bio-Futtermittel getestet, die alle ohne gentechnisch veränderte Organismen waren. "Die Gen-Kennzeichnungsregeln sind nicht umfassend genug", kritisiert AK Konsumentenschützerin Petra Lehner. Denn z.B. Fleisch oder Eier müssen nicht gekennzeichnet werden, wenn das Tierfutter gentechnisch verändert war - und das ist es meistens. Die AK hat eine neue Broschüre veröffentlicht, die Konsumenten einen Überblick über die Gentechnik gibt.

Der AK Test bestätigt: genetisch veränderte Zutaten landen vor allem im Futter. Bei Geflügelfutter enthielten sogar alle herkömmlichen Proben Gen-Soja. Bei den Kälber-, Rinder- und Schweinemastfutter zumindest die Hälfte. Der Anteil an Gen-Soja lag zwischen vier und 100 Prozent.

"Seit April 2004 gelten zwar ausgeweitete Gen-Kennzeichnungsregeln, wonach auf Produkten angegeben sein muss, wenn die Pflanze gentechnisch verändert war, z.B. bei Rapsöl", sagt Lehner. Aber die Bestimmungen sind noch immer nicht umfassend genug, um Konsumenten, die den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion nicht fördern wollen, eine freie Wahl zu ermöglichen. Denn beispielsweise müssen Produkte von Tieren, die gentechnisch verändertes Futter gefressen haben, nicht gekennzeichnet werden. Auch im Labor gentechnisch hergestellte Lebensmittelzutaten sind nicht kennzeichnungspflichtig.

Die AK hat nun eine neue Broschüre "Gentechnik im Kochtopf" produziert. Sie erklärt Grundbegriffe, zeigt auf, wo und wie man mit Gentechnik bei den Lebensmitteln in Berührung kommen kann. Außerdem gibt die AK Broschüre einen aktuellen Überblick über den weltweiten Anbau und EU-weiten Stand der Zulassungen, erklärt die Kennzeichnung und zeigt Alternativen auf, wie Gentechnik bei Lebensmitteln möglichst vermieden werden kann. Die Broschüre gibt’s gratis zum Herunterladen im Internet unter www.arbeiterkammer.at.

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