Prammer zum Töchtertag 2006: Arbeitsplätze für Mädchen schaffen

Wien (SK) - "Unsere Kinder brauchen eine Zukunft, auf die sie sich verlassen können. Ein gesicherter Ausbildungs- und dann Arbeitsplatz ist dafür unbedingt nötig", so SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Zweite Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. "Was die Zukunft von Mädchen betrifft, müssen wir unbedingt herrschende Rollenklischees aufbrechen und überwinden, um ihre Zukunftschancen zu erhöhen." ****

Die Pisa-Studie habe augenscheinlich gemacht, dass Mädchen immer noch ein auffällig geringes Interesse an technisch-orientierten und mathematischen Studienrichtungen haben. "Es wäre höchste Zeit, dass die Bildungspolitik hier reagiert und nachhaltige Initiativen für moderne Unterrichtsmaterialien sowie eine erweiterte pädagogische Ausbildung für LehrerInnen schafft", betonte Prammer. Prammer nannte einige Beispiele für eine positive Mädchenförderung: Ein gezielter geschlechtersensibler Unterricht, eine Gleichstellungsbeauftragte in jeder Schule für SchülerInnen und die Entwicklung adäquater Didaktikmethoden.

So zeige beispielsweise die Bildungswissenschaft, dass sich Burschen der Mathematik spielerisch nähern, ohne zu überlegen, wie sie angewandt werden könnte. Mädchen hingegen würden viel mehr nach dem Nutzen und nach praktischen Beispielen in ihrer eigenen Erlebniswelt fragen. Darauf müssen sich BildungsträgerInnen einstellen und reagieren, so Prammer. Auch eine zeitweise Aufhebung der Koedukation, gerade in technischen Fächern für eine begrenzte Zeit, könne in diesem Zusammenhang förderlich sein.

"Die Zukunft unserer Kinder muss gesichert sein. Es ist an der Zeit, gemeinsam dafür zu arbeiten", so Prammer abschließend. (Schluss) up/mm

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