Jank fordert rechtzeitige Anbindung des Flugfelds Aspern an öffentlichen Nahverkehr

Jank: "Impulse aus der Ansiedlung von TU und WU können nur genutzt werden, wenn U2 plangemäß bis zum Flugfeld Aspern ausgebaut wird."

Wien (OTS) - Als "höchst erfreulich" sei es zu werten, dass die Pläne zur Verlagerung des Standortes von WU und TU an den Standort Flugfeld Aspern immer konkretere Formen annehmen, erklärte heute, Donnerstag, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank. Es sei jetzt notwendig, alle Kräfte zwischen Bund, Stadt und WWFF sowie den Universitäten zu bündeln, dass diese Standortverlegung auch realisiert wird. Besonders der umfassende Ausbau der Infrastruktur in diesem Gebiet müsse jetzt höchste Priorität genießen. ++++

Eine Grundvoraussetzung für das Gelingen der Ansiedelung sei nämlich, dass die U-Bahn-Linie U2 über die Station Aspernstraße hinaus bis zur geplanten Endstelle im Flugfeld Aspern verlängert werde - "und zwar rechtzeitig bis zu dem Zeitpunkt, an dem auch die Universitäten ihre Übersiedlung abgeschlossen haben," fordert Jank. Ab diesem Zeitpunkt sei das Gebiet, so Jank, auch für die Wirtschaft und die Ansiedlung von Betrieben attraktiv.

"Die räumliche Verflechtung der beiden Universitäten wird zudem auch einen stärkeren gedanklichen Austausch mit sich bringen. Den Studentinnen und Studenten wird so von Anfang an vermittelt, dass in der Symbiose von Technik und Wirtschaft die Zukunft liegt," erwartet Jank Synergien, die weit über die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur hinausgehen. "Damit erhöht sich letztlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass Spin-Off-Firmen der TU nicht nur technische Innovationen hervorbringen, sondern damit auch wirtschaftlich erfolgreich sind." Insgesamt, so Jank, bedeute dieses Projekt auch eine Stärkung des Universitätsstandortes Wien. Für dessen Realisierung hält sie einen Planungswettbewerb für sinnvoll, um eine optimale Umsetzung dieses "Bildungszentrums des 21. Jahrhunderts" zu gewährleisten.

Die Ansiedlung von TU und WU darf laut Jank aber nicht dazu führen, dass die Flächen für Betriebsansiedlungen am Flugfeld Aspern reduziert werden. "Wir benötigen diese Flächen dringend, um das Arbeitsplatzdefizit im Norden Wiens zu beheben", stellt Jank fest. Im Durchschnitt kommen in Wien 0,53 Arbeitsplätze auf einen Bewohner. Im 21. Bezirk kommen hingegen nur 0,37 und im 22. Bezirk überhaupt nur 0,33 Arbeitsplätze auf einen Bewohner. Daraus ergibt sich ein rechnerisches Defizit von über 45.000 Arbeitsplätzen jenseits der Donau.

Mit der bereits laufenden Verlängerung von U1 und U2 und der Fertigstellung der Nordostumfahrung spätestens im Jahr 2015 wird der Norden Wiens zukünftig stark an Standortattraktivität gewinnen. Das Flugfeld Aspern wäre dann der ideale Standort, um als Keimzelle einer starken wirtschaftlichen Dynamik im Norden Wiens zu dienen. "In den Detailplanungen zum Masterplan des Flugfelds müssen daher sowohl TU und WU als auch die geplanten Betriebsansiedlungen berücksichtigt werden, um die angepeilte Zahl von 25.000 Arbeitsplätzen am Flugfeld Aspern auch tatsächlich zu erreichen", erklärt Jank.

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