Tschernobyl: SPÖ kritisiert das Aus der ABC-Abwehrtruppe des Bundesheeres in Kärnten

1986 stand die ABC-Abwehrtruppe des Bundesheeres wochenlang im Assistenzeinsatz wegen des Reaktorunfalls in Tschernobyl, jetzt soll sie der Vergangenheit angehören

Klagenfurt (SP-KTN) - Im Jahr 1986 hat die ABC-Abwehrtruppe des Bundesheeres an den Grenzstellen Detektionsstellen und Seuchenteppiche eingerichtet und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Kärntner Bevölkerung vor Tschernobyl geleistet. "Mit den Maßnahmen der ABC-Truppe wurden viele Kärntnerinnen und Kärntner nach dem Unglück im Atomkraftwerk vor schweren Folgeschäden bewahrt, nun soll diese Truppe in Kärnten den Kürzungsplänen der Bundesregierung zum Opfer fallen", kritisiert der Verkehrs- und Sicherheitssprecher der Kärntner SPÖ im Landtag, LAbg. Rudolf Schober.

Das Bundesheer habe darüber hinaus viele Proben aus Boden und Lebensmitteln zu den Labors gefahren oder per Hubschrauber transportiert. Eine wichtige Aufgabe, bei der völlig fraglich ist, wer sie sonst übernehmen solle, so die SP-Kritik. "Die Bundesregierung fährt über sämtliche wichtigen Bereiche mit dem Kürzungsstift drüber, ohne zu berücksichtigen, was das für den Ernstfall bedeutet", bemängelt der Sicherheitssprecher. Es sei höchst an der Zeit für eine Änderung der Kursrichtung und für eine Politik der Vernunft mit Sparsamkeit und Sorgsamkeit statt willkürlichem Kaputtsparen, so Schober.

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