"profil"-Umfrage: 42% sind für unbeobachtete Familienbesuche für Langzeithäftlinge

30% lehnen den Vorschlag von Justizministerin Karin Gastinger hingegen ab.

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, sprechen sich 42% der Österreicher für die Möglichkeit von unbeobachteten Familienbesuchen in Gefängnissen aus. 30% der Befragten geben laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut "market" durchgeführten Umfrage an, dass sie den Vorschlag von Justizministerin Karin Gastinger für keine gute Idee halten. 28% wollten sich nicht festlegen.

Vor allem Österreicher mit höherer Bildung begrüßen Gastingers Vorstoß. 60% der Personen mit Matura sind für unbeobachteten Familienbesuch für Langzeithäftlinge, nur 21% dagegen. Jene Österreicher, die lediglich Volks-, oder Hauptschulabschluss haben, sind nur 38% für den unbeobachteten Besuch , 26% dagegen. 36% machen keine eindeutige Angabe.

Auch in Mehrpersonenhaushalten stößt Gastingers Vorschlag auf Gegenliebe: Während sich in Ein-Personen-Haushalten nur 23% für unbeobacheten Familienbesuch von Langzeithäftlingen aussprechen, sind in Zwei- bis Drei-Personen-Haushalten bereits 42% auf Gastingers Seite. Sind mindestens vier Personen im Hauhalt, steigt die Zustimmung zum Vorschlag der Justizministerin auf 58%.

Auch ein leichtes Ost-West-Gefälle ist erkennbar - im Westen sind die Familienbande scheinbar dicker: In Tirol, Salzburg, Vorarlberg sprechen sich 53% für den unbeobachteten Familienbesuch in Gefängnissen aus, in Oberösterreich sind es 41%. In Kärnten und der Steiermark stehen noch 39% auf Gastingers Seite, in Niederösterreich und im Burgenland nur noch 31%. Wien fällt aus der Reihe: In der Bundeshauptstadt halten 46% der Befragten Gastingers Vorschlag für eine gute Idee.

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