ÖAMTC: Aufrüsten im Tunnelland Österreich - alle Projekte im Überblick (Teil 2)

Viel wurde bereits erreicht, dennoch kein Grund die Hände in den Schoß zu legen

Wien (OTS) - Tunnel, die in den vergangenen Jahren getestet und
mit der Note "bedenklich" oder "mangelhaft" bewertet wurden, stehen auf der ÖAMTC "Watch-List". Der Club fragt regelmäßig bei den Betreibern nach, welche Verbesserungen seither vorgenommen worden sind. "Dass es sich lohnt, alte Tunnel aufzurüsten, beweisen die Testergebnisse immer wieder", erklärt ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke. Hier die aktuelle Übersicht für Österreich:

* Ganzsteintunnel auf der Semmering Schnellstraße (S6): Im Testjahr 2005 wurde der Überlandtunnel auf der S6 bei Mürzzuschlag mit der Note "bedenklich" beurteilt. Derzeit wird eine zweite Röhre gebaut, die im Mai 2008 fertig sein soll. Bis Dezember 2008 soll auch die jetzige Röhre nach dem neuesten Stand der Technik saniert werden.

* Roppener Tunnel auf der Inntal Autobahn (A12): Ebenfalls "bedenklich" wurde der Überlandtunnel auf der A12 bei Imst im ÖAMTC-Tunnel-Test 2004 eingestuft. Bis 2010 soll der derzeitige Bau der zweiten Röhre abgeschlossen sein. Auch die alte Röhre wird bis dahin saniert.

* Lainbergtunnel auf der Pyhrn Autobahn (A9) bei St. Pankraz: Die zweite Tunnelröhre befindet sich gerade im Bau.

* Katschbergtunnel auf der Tauern Autobahn (A10): Am 12. April diesen Jahres war Tunneldurchschlag für die zweite Röhre.

* Pfändertunnel auf der Rheintal Autobahn (A14): Der Bau der zweiten Röhre wird im Mai 2006 in Angriff genommen.

* Strengentunnel auf der Arlberg Schnellstraße (S16) und Herzogbergtunnel auf der Süd Autobahn (A2) im Packabschnitt:
Rechtzeitig zu Ferienbeginn bis spätestens 30. Juni 2006 sollen die neu gebauten zweiten Röhren fertig sein.

Sieben Jahre nach Inferno im Tauerntunnel ist immer noch nichts geschehen

"Es ist bereits viel passiert, aber noch lange kein Grund die Hände in den Schoß zu legen", sagt ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke. Sieben Jahre nach dem Inferno im Tauerntunnel, bei dem ein Lkw mit Lackfarben explodierte, 24 Fahrzeuge brannten und zwölf Menschen starben, ist noch kein Baubeginn für die zweite Röhre erfolgt. Gleiches gilt für den Gleinalmtunnel (A9) und den Perjentunnel (S16). In den übrigen einröhrigen Tunnels gibt es wenigstens einen Flucht-und Rettungsstollen für den Notfall. Der ÖAMTC wird seine Tunnel-Tests auch 2007 fortsetzen und mit der Asfinag ein Beschleunigungsprogramm in Richtung mehr Sicherheit erarbeiten. "Zweite Röhren, beste Pflege und regelmäßige Notfallübungen sind Pflicht", fordert der ÖAMTC-Experte abschließend.

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