Finnisches Nationalepos im neuen Sprachgewand

3. Mai - Markus Hering liest aus dem "Kalewala"

Bregenz (VLK) - Das finnische Nationalepos "Kalewala" von Elias Lönnrot (1802-1884) steht im Mittelpunkt einer Literaturveranstaltung, zu der das Franz-Michael-Felder-Archiv am Mittwoch, 3. Mai um 20.00 Uhr ins Foyer des Theaters am Kornmarkt lädt. Burgschauspieler Markus Hering liest aus der Neuübersetzung von Gisbert Jänicke mit finnischer Musik, zusammengestellt von Peter Kislinger. Der Eintritt ist frei.

Markus Hering ist Literaturfreunden als die Stimme von Franz Michael Felder im Hörbuch "Aus meinem Leben" vertraut. Seit einem Jahr liest er vor begeisterten Zuhörern im Wiener Burgtheater aus dem "Kalewala". Nun präsentiert er in Bregenz einen Bilderbogen aus den sagenhaften Geschichten des finnischen Nationalepos, und zwar in der neuen Übersetzung von Gisbert Jänicke, "die ganz fantastisch ist und der wegen ihrer wunderbaren Leichtlesbarkeit [...] nicht genug des Lobes gesungen werden kann", so Thomas Kling in der ZEIT (9. Dezember 2004)

Elias Lönnrot, als Sohn eines Schneiders in Sammatti im Süden Finnlands geboren, musste 1827 wegen eines Brandes, der ganz Turku in Schutt und Asche legte, sein Medizinstudium unterbrechen. Er machte sich zu Fuß auf eine Reise durch die Landschaften Mäme, Savo und Finnisch-Karelien und zeichnete alte Lieder, Sprichwörter, Beschwörungsformeln und andere Folklore auf. 1835 legte er den ersten Teil seines opus magnum vor, die erste Ausgabe des "Kalewala". Schauplatz dieses groß angelegten Freskos der mythenumsponnenen Frühzeit Finnlands ist das Land des Urvaters Kalewa.

Markus Hering wurde 1960 in Siegen (Westfalen) geboren. Nach einer Ausbildung als Tischler war er Waldarbeiter, anschließend absolvierte er die Schauspielschule in Hannover. Nach Engagements in Kassel und Frankfurt am Main zog er 1991 nach Wien, wo er zunächst am Schauspielhaus auftrat. 1993 engagierte ihn Claus Peymann ans Burgtheater. 2003 erhielt Hering den Nestroy-Preis als bester Schauspieler für seine Rolle als Dirigent in Gert Jonkes "Chorphantasie". Markus Hering lebt mit seiner Frau und drei Töchtern in Wien.

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