Kartoffelchips im "Konsument"-Check

Acrylamidwerte deutlich gesunken. Diskonter vor Markenprodukten.

Wien (OTS) - Rund 8.000 Tonnen Kartoffelchips werden in Österreich pro Jahr verfuttert. Für einen negativen Beigeschmack des salzigen Knabbergebäcks sorgt seit einigen Jahren - neben dem immer schon hohen Fettanteil - eine Substanz namens Acrylamid. Diese entsteht unter anderem beim Bräunen von stärkehältigen Nahrungsmitteln wie Kartoffeln und kann bei übermäßigem Verzehr zu Veränderungen der Nervenzellen führen. Im Tierversuch ist sie krebserregend und erbgutverändernd. Das Testmagazin "Konsument" hat für sein Mai-Heft untersucht, wie hoch der Acrylamidgehalt bei den knusprigen Erdäpfelscheiben ist. Im Test: 14 Proben Kartoffelchips mit Paprikageschmack. Das Ergebnis: Die Acrylamidwerte sind im Vergleich zur letzten Untersuchung im Jahr 2003 deutlich gesunken. Diskonter liegen qualitätsmäßig vorne.

Den mit Abstand höchsten Acrylamidgehalt fand "Konsument" bei "Pringles": Er ist bei diesem Produkt mit über 1200 Mikrogramm pro Kilogramm sieben Mal höher als bei jenen mit den niedrigsten Werten im Test. Bei den am zweithöchsten belasteten Chips - den Bio-Chips von "Tra’fo"- ist der Acrylamidwert bereits um ein Drittel geringer. Dass sich gute Qualität und ein günstiger Preis einander nicht ausschließen, beweisen wieder einmal die Diskontprodukte: Mit den Produkten von Lidl und Zielpunkt lassen sich gering belastete Chips preisgünstig knabbern.

Wem dennoch der Appetit auf die knusprigen Kartoffelscheiben vergangen ist, für den hat "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck Knabber-Alternativen parat: "Garantiert Acrylamd-frei sind ungeröstete Nüsse. Und Chips aus Maismehl enthalten deutlich geringere Mengen an der gefährlichen Substanz".

Auch wenn bei Chips der Acrylamidgehalt deutlich gesunken ist:
Fett- und damit Kalorienbomben sind sie nach wie vor. Mit einem durchschnittlichen Energiegehalt von 530 Kilokalorien pro hundert Gramm deckt eine kleine Packung Chips bereits ein Viertel des täglichen Kalorienbedarfs eines Erwachsenen.

"Konsument"-Tipp: Vergolden statt bräunen lautet die Devise, um den Acrylamidgehalt bei Pommes & Co zu senken. Wer mit Margarine bruzzelt, verhindert eine Überhitzung.

Details zum Acrylamidgehalt der einzelnen Sorten erhalten Leser im aktuellen Mai-"Konsument" und in der Onlineausgabe auf www.konsument.at.

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Verein für Konsumenteninformation/
Testmagazin "Konsument"
Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sabine Burghart
Tel.: 01/588 77 - 256

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