Gehrer: Möglichkeit zur Gewährung der sachlichen Immunität für Museumsleihgaben bringt Verbesserungen für kulturelle Aktivitäten der Bundesländer

Wien (ÖVP-PK) - Der Bund übernimmt nicht nur Verantwortung für die in seine Kompetenz fallenden Bundesmuseen, sondern fördert die österreichische Museumslandschaft insgesamt, sagte heute, Donnerstag, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer anlässlich der im Nationalrat behandelten Neuregelung für Leihgaben an Museen. "Die Änderung des Gesetzes über die Gewährung der sachlichen Immunität für Museumsleihgaben ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung kultureller Aktivitäten in den Bundesländern. Die Länder erhalten dadurch die Möglichkeit, selbst Immunitätszusagen für Leihgaben aus dem Ausland zu gewähren, was die Gestaltung von Sonderausstellungen und den Kulturaustausch auch in den Bundesländern wesentlich erleichtern soll. Neben einer finanziellen Unterstützung kultureller Aktivitäten trägt der Bund damit auch organisatorisch zur Förderung von Kulturinstitutionen der Länder bei", so Gehrer. ****

Bisher war die Gewährung des so genannten "freien Geleits" für Museumsleihgaben, das eine Beschlagnahme der Leihgaben für die Dauer einer Sonderausstellung in Österreich verhindert, nur für Ausstellungen in den Bundesmuseen möglich. Da immer mehr ausländische Leihgeber hohe Garantiekosten verlangen, wenn kein freies Geleit gewährt werden kann, stellte diese Regelungen einen erheblichen Nachteil für renommierte Kulturinstitutionen der Länder dar, wie etwa für das Museum der Moderne in Salzburg, die Kunsthalle Krems oder das Joanneum in Graz.

"Durch die Gesetzesänderung können jetzt auch die Bundesländer eine Regelung wie beim Bund einführen und auf dieser Basis selbst freies Geleit für Museumsleihgaben gewähren", sagte Gehrer. "Damit wollen wir sicherstellen, dass auch die Bundesländer einen verbesserten Zugang zu internationalen Leihgaben erhalten und damit die Gestaltung von publikumswirksamen Sonderausstellungen sowie der grenzüberschreitende Kulturaustausch gefördert werden.

Diese Maßnahme diene zudem auch der Forcierung der für Österreich wichtigen Tourismuswirtschaft. Österreichweit kommen heute bereits 20 Prozent der Touristen wegen des kulturellen Angebots, in Wien sind es sogar mehr als 80 Prozent. Die Kulturinstitutionen haben damit eine hohe Umwegrentabilität für die gesamte Wirtschaft in Österreich und tragen zur Sicherung der Arbeitsplätze in diesem Bereich bei. "Jede Maßnahme zur Verbesserung des kulturellen Angebots in Österreich wirkt sich damit gleichzeitig auf eine positive Entwicklung der Wirtschaft aus", so die Ministerin abschließend.
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