• 26.04.2006, 16:51:32
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Pacher: Wirtschaft zahlt Doppelmaut für Schlaglochpisten

Nicht sieben, nur fünf Millionen Euro für "Verkehrsbeeinflussungsanlage"

Klagenfurt (OTS) - Als Sündenfall der österreichischen
Verkehrspolitik bezeichnete Wirtschaftskam-merpräsident Franz Pacher
die heute bekannt gewordenen Investitionen im Ausmaß von 363
Millionen Euro (knapp fünf Milliarden Schilling) zum Ausbau der
Verkehrste-lematik in Österreich. So koste alleine die für den
Pilotversuch auf der Tauernauto-bahn aufgebaute Anlage nicht, wie in
einer WK-Aussendung am Dienstag angeführt, bis zu sieben, sondern
"nur" 5,1 Millionen Euro. Pacher: "Und den ganzen Aufwand nur, um
Autofahrer darauf hinweisen zu können, dass sie bei Starkregen nicht
130 fahren sollten, und um bei Schönwetter Tempo 160 zuzulassen, wo
150 an vielen Stellen ohnehin tägliche Realität ist?"

Manche Verwaltungseinrichtungen der Republik dürften offenbar
zuviel Geld haben, kritisiert Pacher: "Kein Unternehmer würde sein
Geld in eine derart unnütze Sache stecken. Das Ministerium tut sich
da leichter: Die stecken das Geld anderer in sol-che
Phantasieprojekte." Die Wirtschaft in Kärnten sei jedenfalls von der
verfehlten Verkehrspolitik auf Bundes- und Landesebene besonders
betroffen und deshalb auch besonders sensibel. Die Kärntner
Wirtschaft werde im Gegensatz zu Tirol, Salzburg, Ober- und
Niederösterreich mit der Doppelmaut gleich zweimal zur Kasse gebeten,
und als Dank dafür blieben aus Geldmangel die Kärntner
Schlaglochpisten unsaniert. "Kein Wunder, wenn man Millionen in
technikverliebte Spielereien inves-tiert, über die man vielleicht
nachdenken könnte, wenn alle Hausaufgaben erledigt sind", stellt
Pacher klar.

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Kärnten
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Peter Schöndorfer
Tel.: 05 90 90 4 DW 280
Fax: 05 90 90 4 DW 661

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