- 26.04.2006, 12:09:10
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NEWS-Exklusiv: Die Geheimprotokolle zum Wettskandal um Sturm Graz
Die Tonbänder der Ermittler zeigen, wie versucht wurde, Trainer Petrovic und Kicker Filipovic zu manipulieren. Es ging um 300.000 Euro Gewinn.
Wien (OTS) - In der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS ist
erstmals der genaue Wortlaut jener Telefongespräche abgedruckt, durch
die eine deutsch-chinesische Wettmafia versucht haben soll, Spiele
des Bundesligaclubs Sturm Graz auf Sieg, Niederlage und Tordifferenz
zu beeinflussen, um dadurch hohe Wettgewinne zu erzielen. Abgehört
hat die Gespräche das deutsche Bundeskriminalamt im Zuge seiner
Ermittlungen rund um den mutmaßlichen Drahtzieher Gan Soon Hong,
einem Chinesen und dem serbischen Trainer Dragan Antic.
Zunächst ging es um das Spiel zwischen Austria Wien und Sturm am 25.
Februar 2006. Die Organisation des Chinesen dürfte dabei hohe Summen
auf einen 1:0-Sieg der Veilchen gesetzt haben.
NEWS veröffentlicht einen Auszug aus dem pikanten Dialog.
Hong: "Klappt alles bei dem Spiel?"
Antic: "Alles wird klappen. Petrovic weiß Bescheid. Er hat auch schon
mit seinem Spieler gesprochen."
Hong: "Die zwei wissen also, was sie tun müssen?"
Antic: "Sie werden sich so verhalten, wie wir es besprochen haben."
Pech für die beiden mutmaßlichen Wettbetrüger: Die Wiener Austria
spielte schwächer als erwartet, das Match endete mit einem torlosen
Unentschieden.
In den weiteren abgehörten Gesprächen ging es um das Spiel zwischen
Sturm Graz und Red Bull Salzburg am 4. März 2006. Das dabei geplante
Ergebnis wäre 4:1 für die Salzburger gewesen. Jedoch: Auch dieses
Spiel lief nicht nach dem Plan der mutmaßlichen Wettbetrüger und
endete 4:0. Für Sturm.
Nach dem Spiel gab es dann folgendes Telefongespräch:
Hong: "Wie gibt es das?"
Antic: "Ich versteh’ es doch selbst nicht!"
Hong: "Ich hab’ den Geldboten bereits zurückbeordert…"
Angeblich soll die Wettmafia allein aus diesen beiden "verpatzten"
Spielen einen Verlust von 300.000 erlitten haben.
Sturm-Trainer Petrovic und Kicker Filipovic bestreiten alle Vorwürfe,
sie hätten Spiele manipulieren wollen und wollen auch kein Geld
erhalten haben.
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