- 26.04.2006, 11:35:29
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Heinisch-Hosek zu Gender-Medizin: Rauch-Kallats Ankündigungen zur Frauengesundheit hätten längst Taten folgen können
Vieles wäre sofort umsetzbar
Wien (SK) - "Rauch-Kallat gefällt sich darin, in aufklärenden
'Sensibilisierungskonferenzen' zur Frauengesundheit zu referieren,
anstatt endlich konkrete Maßnahmen zu setzen, die die
unterschiedlichen Auswirkungen von Medikamenten auf Männer und Frauen
berücksichtigen", zeigte sich SPÖ-Frauensprecherin Gabriele
Heinisch-Hosek am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst empört über
die beim zweitägigen EU-Gesundheitsministerrat in Wien erneut zu Tage
getretene Ankündigungspolitik der Frauen- und Gesundheitsministerin.
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Zwar sei die Ratsvorsitzende durchaus dafür zuständig, für das
Thema "Gender-Medizin" zu sensibilisieren, "aber von einem bloßen
Herumgerede hat niemand was", forderte Heinisch-Hosek die Verankerung
einheitlicher EU-weiter gesundheitspolitischer Ziele ein. "Es kann
aber auch nicht sein, dass Rauch-Kallat auf EU-Richtlinien wartet, um
Taten zu setzen. Österreich betreffend sehe ich überhaupt keinen
Grund, warum etliche Maßnahmen, die das Geschlecht der Patientinnen
und Patienten berücksichtigt, nicht umgehend umgesetzt werden",
betonte Heinisch-Hosek.
So sei die verpflichtende Aufnahme von ebenso vielen Frauen wie
Männern bei Arzneimitteluntersuchungen und das Festhalten der
Auswirkungen eines Medikaments auf Männer und Frauen im Beipackzettel
ein vordringliches Anliegen, das im Arzneimittelgesetzt geregelt
werden kann. "Deutschland hat das bereits vor zwei Jahren umgesetzt,
dort kann im Zulassungsverfahren die Genehmigung eines Medikaments
versagt werden, wenn die Prüfung des Medikaments aus Sicht der
Gender-Medizin ungeeignet ist", so Heinisch-Hosek. Auch müssen in
Deutschland zur Genehmigung von klinischen Studien Angaben über eine
angemessene Beteiligung von Frauen und Männern vorliegen.
"Die Schaffung eines Frauengesundheitszentrums und die Einsetzung
einer Frauengesundheitsbeauftragten in jedem Bundesland sind weitere
Maßnahmen, für die man ebenso wenig eine Vorgabe der EU benötigt, wie
für die Änderung des Universitätsgesetzes, um Gender-Medizin und
genderspezifische Lehre festzuschreiben. Das ist nur eine Frage des
entsprechenden Wollens", betonte Heinisch-Hosek abschließend.
(Schluss) up
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at
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